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Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit kritisiert öffentliche Ausschreibungspraxis im Schulwesen

Via Aussendung übt die Parlamentarische Gruppe "Digitale Nachhaltigkeit" harsche Kritik am Umstand, dass immer wieder öffentliche Ausschreibungen auftauchen, die von vornherein nur Angebote basierend auf Microsoft Windows zulassen.

Besonders stossend sei dies bei Neubeschaffungen in der Schulinformatik, da nationale und internationale Beispiele zeigten, dass Linux eine echte Alternative darstelle, schreibt die Gruppe und pocht auf entsprechende Änderungen. Als aktuelles Beispiel führt die Gruppe Digitale Nachhaltigkeit die Berner Gemeinde Jegenstorf ins Treffen, die gerade dabei ist, ihre Schulinformatik neu aufzugleisen. Mit der Beratung der Firma Syteo sei man in Jegenstorf jedes Mal zum Schluss gekommen, dass Open Source Software keine Alternative zu Microsoft Windows darstelle und deshalb Angebote basierend auf Freier Software von vornherein ausgeschlossen seien, heisst es. Auf www.simap.ch heisst es denn auch wörtlich: "...Das Pflichtenheft wurde deshalb für die Windows- Plattform erstellt. Angebote aus der Apple Macintosh- und OpenSource-Umgebung sind nicht zugelassen...".

Dies sei umso erstaunlicher, als einerseits der aktuelle Fall vor dem Bundesverwaltungsgericht  zeige, dass eine derartige Vorwegnahme des Vergabeentscheids juristisch umstritten sei, meint die kritisierende Gruppe. Und andererseits, dass die Berner Regierung bereits vor bald zwei Jahren entschieden habe, den Einsatz von Open Source Software in Berner Schulen zu fördern.

03.09.2009 15:31 | ictk