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Myspace will sich als Musik- und Unterhaltungsplattform profilieren

Das Soziale Netzwerk Myspace will unter neuer Führung seine Plattform generalüberholen und damit wieder mehr Nutzer anziehen. Für die kommenden Monate seien zahlreiche Veränderungen geplant, berichtete die "Financial Times" ("FT"). Damit wolle sich Myspace wieder stärker als Musik- und Unterhaltungsplattform profilieren. Mit einer Reihe neuer Features könnten die Nutzer künftig zum Teil auch über verschiedene Netzwerke hinweg Musik und andere Inhalte untereinander austauschen.

Die FT sprach erstmals mit der neuen Doppelspitze des Unternehmens. Vor knapp vier Wochen war Owen Van Natta als Myspace-Chef zurückgetreten, der erst neun Monate zuvor von Facebook zu Myspace gewechselt war. Die Führung des zum Medienunternehmen News Corp gehörenden Online-Netzwerks teilen sich seither Jason Hirschhorn und Mike Jones. Myspace hatte zuletzt massiv den Druck von Konkurrenten wie Facebook und Twitter zu spüren bekommen. Facebook ist längst an Myspace vorbeigezogen und hat sich inzwischen zum grössten Sozialen Netzwerk der Welt entwickelt.

Die Neuausrichtung soll den Nutzern von Myspace unter anderem auch mehr Freiheiten geben, über die Grenzen der verschiedenen Netzwerke hinweg zu kommunizieren. Myspace-Nutzer könnten nun auch Twitter-Einträge ("Tweets") direkt in ihre Myspace-Site einfliessen lassen, hiess es. Musik, Bilder und andere Inhalten sollen sich künftig leichter filtern und mit anderen Nutzern teilen lassen. Junge Musikgruppen sollen zudem genau verfolgen können, wo ihre ins Netzwerk gestellten Songs abgerufen und angehört werden.

11.03.2010 07:27 | ictk