News

Windows-Strategie des Bundes erneut unter Beschuss

Im Rahmen eines offenen Briefes an den Bundesrat nimmt die Parlamentarische Arbeitsgruppe Digitale Nachhaltigkeit die Windows-Strategie des Bundes erneut unter Beschuss und fordert, nicht jedem Marketing-Hype aufzusetzen sondern einen nachhaltigen Umgang mit kostbaren Gütern wie Software zu pflegen.

Die Gruppe plädiert in diesem Zusammenhang für den vermehrten Einsatz von Open Source Software und offenen Standards, um die Abhängigkeit von ausländischen Konzernen zu reduzieren. Sie empfiehlt die Einführung einer nationalen Open-Source-Förderungsstrategie.

Anlass der aktuellen Kritik und Debatte ist der Wunsch einiger Departemente, nicht wie geplant auf Windwos Vista migrieren zu wollen, sondern gleich auf Windows 7. Nach Ansicht der Gruppe ist die Wahl in jedem Fall problematisch. Sie schreibt wörtlich: „Nachdem bereits über 40 Millionen Franken für den Wechsel auf Windows Vista ausgegeben wurden, steht jetzt wegen den grossen Verzögerungen schon wieder die nächste Version des Microsoft Betriebssystems zur Auswahl. Bis die Migration auf Windows 7 abgeschlossen sein wird, ist wiederum eine neue Windows-Ausgabe erhältlich – und die Bundesverwaltung befindet sich weiterhin in dem goldenen Käfig der proprietären Software. Sind die neuen Windows-Versionen mit relativ kleinem Mehrwert wirklich die Dutzenden von Millionen Franken wert? Und wollen Sie sich tatsächlich von einem amerikanischen Software-Konzern die Schweizer Informatik-Strategie diktieren lassen?“

18.02.2010 08:30 | ictk