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Zukunftsforscher Matthias Horx hält nichts von Facebook & Co
Nach Ansicht des deutschen Zukunftsforschers Matthias Horx wird in fünf bis sechs Jahren „kein Mensch mehr von Facebook reden“. "Nur soziale Verlierer verbleiben im Sozialen Netzwerk - diejenigen, die nichts Wichtigeres zu tun haben, als sich ständig gegenseitig die Unterhosen zu zeigen." "Soziale Netzwerke sind heute schon weit über ihren Hype hinaus," ist der selbst ernannte Trendforscher Horx überzeugt. Massive Ausstiegswellen seien in den USA bereits jetzt Realität. Den Grund sieht Horx vor allem in der benutzerunfreundlichen Beschaffenheit des Internets, die den Computer derzeit noch zu einer "zeitfressenden Maschine macht, die überhaupt nicht das bringt, was sie soll".
Trend zur Online-Abstinenz
"40 Prozent der Menschen kaufen derzeit im Internet ein - aber trauen ihm nicht", so Horx. Die Folgen: "Wir werden in zehn Jahren so eine Art Cyberrecht haben." Und: "Es gibt einen Offline-Trend. Menschen gehen bewusst weg vom Internet und verweigern es. Die Frage ist, wie gross diese Bewegung wird."
"Es ist ein grosser Irrtum, dass das Internet wahnsinnig schnell ist. In Wirklichkeit ist das Internet wahnsinnig langsam", kritisierte Horx den gängigen Ruf des Internets als reine "Selbst-Propaganda". Laut Horx leben erst 20 Prozent im "Internet-Zeitalter". Die meisten Menschen gingen immer noch von ihrem Desktop-PC online und verwendeten keine mobilen Geräte. Bis das Internet als Hintergrundtechnologie für alle realisiert wird, dauert es laut Horx mindestens bis Mitte dieses Jahrhunderts.
