Zweite XO-Generation als Dual Screen
Die zweite Generation des XO soll ein Dual-Screen-Modell werden. So jedenfalls verkündete es Nicolas Negroponte, der Gründer des IT-Entwicklungshilfe-Projekts «One Laptop per Child».
Von: Andreas ListDas OLPC-Projekt («One Laptop per Child») will Kindern in Entwicklungsländern dank eigens entwickelter, extrem günstiger Notebooks den Zugang zur Informatik eröffnen. Die zweite Generation des ohnehin unkonventionellen Geräts soll nun zwei flexibel nutzbare Touchscreens erhalten, die auch die Tastatur ersetzen. Das Preisziel für den XO-2 genannten Rechner hat Projektbegründer Negroponte bei 75 Dollar festgesetzt. «Wichtig bei der zweiten Generation des XO ist auch, dass wir die Entwicklung der Hardware als Open-Source-Projekt umsetzen werden», so Negroponte. Im Gegensatz zum ersten Modell will die OLPC-Organisation beim Nachfolger keine eigene Hardware mehr bauen. «Das erste Modell haben wir nach dem Apple-Prinzip entwickelt, nun wollen wir es machen wie Google. Wir wollen, dass andere unser Produkt kopieren», erläutert Negroponte seine Absichten. Man wolle einzelne Teile des XO-2 veröffentlichen und damit das exakte Gegenteil machen, als bei der Entwicklung des ersten Modells XO-1. Somit könnten sich andere Hersteller an der entwickelten Hardware bedienen und eigene Geräte bauen. Für die Akzeptanz des OLPC könnte dies von Vorteil sein. Die Entwicklungszeit für den XO-2 wird von Negroponte mit etwa 18 Monaten angegeben.

