Günter von Gravenreuth: Enfant terrible der deutschen IT-Szene tot
Der Münchner Rechtsanwalt Günter Werner Freiherr von Gravenreuth hat sich Sonntagnacht mit einer Schusswaffe das Leben genommen. Der 61-Jährige war eine der umstrittensten Persönlichkeiten im Umfeld der deutschen IT-Szene.
Von: ictkDer Münchner Rechtsanwalt Günter Werner Freiherr von Gravenreuth hat sich Sonntagnacht mit einer Schusswaffe das Leben genommen. Dies meldet das deutsche IT-Portal Heise.de. Der 61-Jährige war eine der umstrittensten Persönlichkeiten im Umfeld der deutschen IT-Szene.
Zuletzt hatte von Gravenreuth einen Prozess gegen die Berliner Tageszeitung "taz" verloren. Das Landgericht Berlin hatte den Anwalt im September 2008 wegen versuchten Betrugs zu einer Haftstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Von Gravenreuth hatte die Domain der "taz" im Streit über ausstehende Honorare zu Unrecht pfänden lassen, wie das Gericht feststellte. Von Gravenreuth arbeitete hauptsächlich auf dem Gebiet des Urheberrechts im IT-Umfeld, wo er zahlreiche umstrittene und in den deutschen Medien heiss diskutierte Abmahnaktionen aus dem Bereich des Markenrechts verantwortete. In einer Aussendung vom Montag schrieb die deutsche Bürgerrechtsorganisation Foebud: "Nicht jeder mochte ihn, aber wir kamen immer mit ihm klar - obwohl auch wir nicht alles schätzten, was er so angestellt hat."
