Hudson – zu Ihren Diensten

Von: Pascal Zumkehr

Software-Entwickler arbeiten üblicherweise an unterschiedlichen Teilen oder einzelnen Modulen eines Projekts. Im Integrationsprozess werden diese einzelnen Teilstücke zusammengefügt und auf ihr einwandfreies Zusammenspiel getestet. Die Aufgabe eines Build Servers wie der Open-Source-Software Hudson besteht nun darin, diesen Vorgang weitgehend zu automatisieren. Zeitgesteuert oder nach jeder Änderung stösst der Build Server einen Build Job an, der ein lauffähiges Programm erstellt, die automatischen Tests ausführt und eine Reihe an Reports generiert. Schlägt dieser Job fehl, werden die entsprechenden Entwickler benachrichtigt, damit sie ihre Änderungen korrigieren können. Mit dieser Vorgehensweise lassen sich allfällige Probleme rasch erkennen und sofort beheben, wodurch die Qualität der Software steigt.

Je länger die Zeitspanne zwischen den einzelnen Integrationsphasen ausfällt, desto grösser sind auch die Änderungen und damit der Integrationsaufwand. Die so genannte Continuous Integration hilft, diese Zeitspanne möglichst kurz zu halten. Im besten Fall werden alle Änderungen an der Software unmittelbar in den zentralen Stamm integriert und automatisch getestet. Die dabei auf- tretenden Probleme können dadurch einer bestimmten Änderung zugewiesen und schnell behoben werden. Somit steigt die Produktivität der Entwickler, weil sie weniger Zeit für die Fehlersuche aufwenden müssen. Und die Lauffähigkeit des gesamten Systems ist fortwährend sichergestellt. Dadurch kann eine grössere und unberechenbare Integrationsphase vor einem Release und das damit verbundene Risiko vermieden werden.

19.10.2009 15:38


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