Die aktuelle Situation bietet mehr Chancen als Risiken

Von: Karlheinz Pichler

Die tägliche Informationsflut durch Handys, Smartphones, Mails, Instant Messaging, Druckdokumente etc. steigt nach wie vor massiv an. Xerox hat sich zur Eindämmung der Informationsflut vergangenes Jahr mit anderen Herstellern wie etwa IBM, Microsoft oder Intel zur «Information Overload Research Group» (IORG) zusammengeschlossen. Was darf man sich von dieser Organisation künftig erwarten? Gibt es schon Ergebnisse oder Direktiven?

Die ersten, wirklich aussagekräftigen und erkenntnisfördernden Ergebnisse werden für dieses Frühjahr erwartet. Ein paar Zahlen zur Veranschaulichung: Der durchschnittliche Schweizer Arbeitnehmer verwendet jeden Tag 1 Stunde und 20 Minuten darauf, EMails zu bearbeiten. Ebenfalls viel Zeit verbringt er in Meetings und mit Recherchen – so dass ihm letztlich pro Tag nur etwa eine Stunde bleibt, um nachzudenken und zu reflektieren. Der digitale Datenberg wird alleine in der Schweiz bis zum Jahr 2010 auf über 10 Exabyte anwachsen – das sind ungefähr gleich viele Daten, wie wenn jeder Schweizer über 320 Tonnen an Büchern besitzen würde. Im Jahr 2007 wurde laut IDC weltweit ungefähr 5-Millionen-Mal so viel Information erschaffen wie in allen Büchern enthalten ist, die je geschrieben wurden, das sind 281 Exabytes – und das Wachstum bis 2011 beträgt 640 Prozent. Die Marktforscher von Lyra haben errechnet, dass im selben Zeitraum weltweit 5.2 Trillionen Seiten gedruckt wurden, und USPS meldet, dass alleine in Europa täglich 75 Millionen Direct-Mails verschickt werden.

31.03.2009 15:59


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