Die Tür zu Alternativen steht offen
In Zeiten von hohem Kostendruck können Linux und andere Open Source Software eine Alternative zu Microsoft-Produkten darstellen. Dazu ist jedoch eine individuelle Abklärung nötig.
Von: Andreas HeerDie Migration auf ein neues Betriebssystem verursacht Aufwand, sowohl finanziell als auch personell. Gleichzeitig ist ein anstehendes Update, wie aktuell im Fall von Windows 7, eine Gelegenheit, die künftige Strategie zu überdenken. Ob eine Alternative wie Linux in Frage kommt, lässt sich aber nicht pauschal entscheiden. «Zuerst gilt es, die Anforderungen und Grundlagen zu analysieren, die in einem Unternehmen vorliegen», beschreibt Daniel Stössel die Vorgehensweise. Der bei IBM Schweiz als Berater innerhalb der Workplace Optimization Consulting Services tätige Spezialist empfiehlt Unternehmen, sich anhand folgender Fragen zu orientieren:
- Wie sieht die momentane IT-Umgebung in Bezug auf System- und Applikationslandschaften aus?
- Wie ist die IT strategisch über die nächsten zwei Jahre ausgerichtet, respektive was sind die IT-Prioritäten für die nächsten zwei Jahre?
- Sind IT-Kosteneinsparungen und dazugehörende Programme oder Projekte definiert und freigegeben?
- Wie gross ist das Linux- oder Unix-Wissen der IT-Mitarbeiter?
- Wie hoch/niedrig ist die Abhängigkeit des Unternehmens von bestimmten IT-Anbietern?
- In welcher Branche ist das Unternehmen und in welcher Form findet der Datenaustausch statt?
- Wie offen ist man für die Unterstützung von offenden Standards und den Einsatz von Software, für deren Weiterentwicklung und Wartung man nicht immer garantieren kann?
20.10.2009 16:38
