Windows 7 kommt an
Mit der jüngsten Version ihres Betriebssystems will Microsoft Firmen dazu bewegen, ihre bejahrten XP-Desktops abzulösen. Doch wie schätzen IT-Verantwortliche die Situation ein? Drei Stimmen aus der Praxis.
Von: Raúl B. HeidukAm 22. Oktober kommt Windows 7 auf den Markt – und stösst bereits im Vorfeld auf reges Interesse: Anders als beim Vorgänger Vista kann sich die jüngste Ausgabe der Aufmerksamkeit der Unternehmen sicher sein. Es ist abzusehen, dass viele Unternehmen, die bislang bei Windows XP verharrten, nun auf die neuste Version umsteigen. Denn XP hat mittlerweile acht Jahre auf dem Buckel und ist technologisch veraltet. Das zeigt sich etwa an der mangelhaften Unterstützung neuer Hardware oder bei den beschränkten Sicherheitsmechanismen.
Dementsprechend gross ist das Interesse an Info- Veranstaltungen und Kursen zu Windows 7 unter professionellen Informatikern. «Windows 7 bringt die Vorzüge von Windows XP und Vista zusammen», fasst Daniel Meyer, Servicemanager bei der Berner Kantonalbank (BEKB/BCBE), nach dem ersten Windows-7-Kurs bei Digicomp seine Eindrücke des jüngsten Microsoft-Betriebssystems zusammen. Im Unterschied zu Vista hinterliess Windows 7 einen mehrheitlich positiven Eindruck bei den Kursteilnehmern. Auf Anklang stiessen der im Vergleich zu Vista schnellere Startvorgang und die «gefühlt» flottere Bedienung – obwohl der bei XP-Benutzern beliebte «klassische Modus» weitgehend wegfällt. Umsteiger müssen sich also spätestens jetzt ans «moderne» Start-Menü gewöhnen sowie an eine Taskleiste, die anstelle einzelner Fenster nur noch Anwendungen anzeigt. Doch damit lässt es sich leben: «Die Neuerungen bauen auf den bewährten Eigenschaften von XP auf und lassen sich mit vernünftigem Aufwand erlernen », stellt Hans von Mandach erleichtert fest. Mit seiner Firma MD&IS entwickelt er Steuerungs- und Diagnosesysteme für den Maschinen- und Anlagebau. Und Karl Dähler, Vorsteher des Amts für Informatik des Kantons Appenzell Innerrhoden, ergänzt: «Mit diesem schlanken Produkt spricht Microsoft wieder Geschäftskunden an.»

