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Facebook-Lücke ermöglichte Zugriff auf private Fotos

Facebook-Lücke ermöglichte Zugriff auf private Fotos

Durch eine Software-Panne bei Facebook sind einige private Fotos von Firmengründer Mark Zuckerberg im Internet aufgetaucht. Durch den Programmierfehler war es zeitweise möglich, in einigen Fällen an geschützte Bilder von Nutzern heranzukommen, wie Facebook am Dienstag bestätigte. Die Lücke sei inzwischen zunächst provisorisch geschlossen worden.

Der Einbruch funktionierte mit einem Trick, der vor kurzem im Internet veröffentlicht worden war. Dazu musste man laut US-Medienberichten zunächst ein öffentliches Bild eines Nutzers als anstößig melden. Danach wurde angeboten, noch weitere Fotos aus dem Profil als unangemessen zu markieren. Dabei bekam man in einigen Fällen durch den Software-Fehler Zugang auch zu privaten Bildern. In einigen Fällen habe das funktioniert, in anderen nicht, berichteten unter anderem der Online-Dienst "ZDNet" und das Magazin "Forbes".

Facebook erklärte dazu den Berichten zufolge, der fehlerhafte Software-Code sei nur eine eingeschränkte Zeit online gewesen und habe lediglich eine limitierte Zahl jüngster Fotos unter Umständen offen zugänglich gemacht. Das System sei vorerst deaktiviert worden und werde wieder eingeschaltet, wenn der Fehler endgültig behoben sei.

Angesichts der vielen Debatten um den Datenschutz bei dem weltgrößten Netzwerk mit mehr als 800 Millionen Mitgliedern kommt es nicht überraschend, dass eine Reihe von Nutzern sich sofort Zuckerbergs Profil vornahm. Einige wurden offensichtlich fündig: Im Netz tauchen mehrere neue Privatfotos auf, auf denen er etwa beim Kochen oder mit einem Huhn in der Hand zu sehen ist. Die - wenn auch eingeschränkte - Software-Panne könnte für neue Spannungen mit deutschen Datenschützern sorgen, die Facebook ohnehin vorwerfen, zu viele Informationen zu sammeln und damit zu leichtfertig umzugehen.