ICT-Berufsbildung Schweiz zeichnet beste ICT-Ausbildungsbetriebe aus

Verfasst von ictk am 25.10.2013 - 08:45

Anlässlich des „Open Day“ vom 24. Oktober 2013 hat der nationale Verband ICT-Berufsbildung Schweiz die besten Lehrbetriebe für Informatik und Mediamatik geehrt und ausgezeichnet. Die „ICT Education and Training Awards“ für das Jahr 2013 gingen an Bibus (KMU), Credit Suisse (Grossunternehmen) und Universitätsspital Zürich (Verwaltung/NPO).

Insgesamt wurden neun Unternehmen mit dem Label „Top-ICT-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet, wie ICT-Berufsbildung Schweiz via Communiqué mitteilt. Zum nunmehr zweiten Mal zeichnete der Verband damit Lehrbetriebe aus, die sich überdurchschnittlich für das Berufsfeld der ICT engagieren und damit einen wesentlichen Beitrag zum Kampf gegen den ICT-Fachkräftemangel leisten. Aus einer grossen Anzahl Bewerbungen habe der Verband je drei Unternehmen in den Kategorien KMU, Grossunternehmen und Verwaltung/NPO als Top-ICT-Ausbildungsbetriebe auserkoren, heisst es im Communiqué. Die folgenden Unternehmen wurden mit dem entsprechenden Label ausgezeichnet:

Kategorie KMU:
Award-Gewinner: Bibus, Fehraltdorf
2.Rang: Content Makers, Brüttisellen
3.Rang: Competec, Mägenwil

Kategorie Grossunternehmen:
Award-Gewinner: Credit Suisse, Zürich
2.Rang: IBM, Zürich
3.Rang: Emmi, Luzern

Kategorie Verwaltung/NPO:
Award-Gewinner: Universitätsspital Zürich
2.Rang: ETH Zürich
3.Rang:Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen

Der „Open Day“ mit der Verleihung der „ICT Education and Training Awards“ fand am dritten Tag der vom 22. – 25. Oktober 2013 stattfindenden ICT-Berufsschweizermeisterschaft in den Räumlichkeiten von IBM Schweiz in Zürich Altstetten statt. Während vier Tagen kämpfen rund 70 Informatik- und Mediamatik-Lernende um einen der drei Schweizermeistertitel in den Bereichen „IT Solutions for Business“, „Webdesign“ und „Netzwerktechnik“. Die Ränge 1 bis 3 der Schweizermeisterschaft qualifizieren sich für das Assessment-Verfahren, bei welchem je Fachbereich eine Person für die Teilnahme an den Berufsweltmeisterschaften auserkoren wird. Die nächste Weltmeisterschaft findet 2015 in São Paulo, Brasilien, statt. Das Schweizer Berufs-Nationalteam belegte an der diesjährigen Weltmeisterschaft in Leipzig, Deutschland, mit 39 Athletinnen und Athleten mit Abstand den ersten Rang unter allen europäischen Nationen und weltweit den zweiten hinter Korea. 17 Medaillen und 18 Diplome haben zu diesem Spitzenergebnis geführt. Die drei ICT-Vertreter schwangen mit einer Silber-Medaille und zwei Diplomrängen oben aus.

Die Auszeichnung der besten ICT-Lehrbetriebe wurde eröffnet mit einer Keynote von FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen, welcher als Präsident der eidgenössischen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur zu den rund 200 anwesenden Personen sprach. Wasserfallen unterstrich die Be- deutung der ICT, indem er diese als „das neue Schmiermittel der Wirtschaft“ bezeichnete. Zum Schluss rief er die Anwesenden dazu auf, auch in Zukunft am Ball zu bleiben. Der Bildung komme dabei eine entscheidende Rolle zu: „Will die Schweiz im internationalen Wettbewerb bestehen, müssen wir immer 10 Prozent besser als Deutschland und 10 Jahre früher als China sein. ICT ist dabei das neue Schmiermittel“, schloss Wasserfallen sein Referat.

Im Weiteren referierte in der Person von Professor Felix Schürmann kein geringerer als der „General Project Manager“ des „Blue Brain Projects“ der ETH Lausanne. Das „Blue Brain Project“ ist die Vorarbeit zum 1.2 Milliarden Euro schweren Flagship-Projekt „Human Brain Project“ der EU, welches die Computer basierte Nachbildung des menschlichen Gehirns zum Ziel hat. Das Projekt ist auf 10 Jahre angelegt.

Mit dem „Open Day“ wolle ICT-Berufsbildung Schweiz die Wichtigkeit und das hohe Niveau der ICT-Berufsbildung für die Öffentlichkeit sichtbar machen und ins Bewusstsein rücken, heisst es im Communiqué weiters. Mit der Organisation von Berufsmeisterschaften und der Auszeichnung der besten ICT-Lehrbetriebe soll die Berufsbildung in der Informatik und Mediamatik in der Schweiz gestärkt sowie ausserordentliche Leistungen sichtbar gemacht und honoriert werden, so der Verband.