Kampagne "IT-Dreamjobs" gestartet

Verfasst von ictk am 23.09.2013 - 07:39

Die ICT-Branche ist der fünftgrösste Wirtschaftssektor der Schweiz. Trotz ihrer hohen Bedeutung mangelt es aber drastisch an Fachkräften: bis im Jahr 2020 werden 25.000 fehlen. Die Folgen davon könnten für den ganzen Wirtschaftsstandort Schweiz spürbar sein. Mit "IT-Dreamjobs" haben Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Öffentlicher Hand nun eine Kampagne gestartet, die hier ansetzen und mehr Nachwuchstalente für ein Informatikstudium gewinnen will.

"IT-Dreamjobs" wird vom Amt für Informatik des Kantons Bern, der Post, der ETH Zürich, der Hochschule für Technik Rapperswil, IBM, Stadt Zürich, Swico, Swisscom, SwissICT, ZLI Zürcher Lehrbetriebsverband Informatik und vielen anderen getragen und will unter anderem Nachwuchstalente an Gymnasien dazu anregen, sich mit Informatik als Studium und Berufsfeld auseinanderzusetzen. Denn ein ICT-Spezialist zu sein bedeute nicht, sich in einem dunklen Raum hinter dem Bildschirm zu verschanzen und nur in einer virtuellen Realität zu leben, schreiben die Kampagnen-Auguren. Die Berufsbilder in der ICT seien so vielfältig wie die Berufswelt selbst.

Wie spannend Informations- und Kommunikationstechnologie ist, lässt die Kampagne direkt diejenigen erzählen, die ihren Traumberuf in der Informatik gefunden haben: In Bern und Zürich ab heute im Rahmen einer klassischen Plakatkampagne. Gesamtschweizerisch mit der Vernetzung von bestehenden Aktivitäten zur Nachwuchsförderung. Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist die Webseite www.it-dreamjobs.ch, die von Informatiklernenden erstellt wurde.

Dass das Thema nicht nur für die ICT-Branche selbst, sondern für die Schweizer Wirtschafts- und Bildungslandschaft relevant ist, zeigt die breit gefächerte Unterstützung: Rund 30 Unternehmen und Organisationen engagieren sich insgesamt bei IT-dreamjobs. "Als grösster Detailhändler der Schweiz sind wir für die Weiterentwicklung unseres Geschäfts auf gut ausgebildete ICT-Fachkräfte dringend angewiesen. Online-Shopping oder unser Self-Scanning und Self-Checkout Subito wären ohne sie undenkbar, aber auch die Logistik in unseren Supermärkten funktioniert nur dank Informatik. Wir brauchen die ICT, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben“ erklärt etwa Migros-Chef Herbert Bolliger.

Neben der Berufslehre gehören Informatik-Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten zu den wichtigsten Nachwuchsschmieden. Ein grosser Teil der Ausbildungs-Kapazität liegt allerdings noch brach. Falsche Vorstellungen von ICT-Berufen hindern viele Jugendliche daran, überhaupt erst einen solchen Studiengang in Erwägung zu ziehen. Darum gehören auch die ETH Zürich und weitere Schweizer (Fach-)Hochschulen zu den Trägern der Kampagne.