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Schuldenkrise dämpft PC-Kauflaune

Schuldenkrise dämpft PC-Kauflaune

Die Menschen zögern beim PC-Kauf. Nach Daten des Marktforschers Gartner sind die weltweiten Auslieferungen im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent auf 92,2 Millionen Stück gesunken.

Die Konsumenten hätten im Weihnachtsgeschäft kaum zugeschlagen, sagte Analyst Mikako Kitagawa am Mittwoch. Auch die neuen, besonders flachen Notebooks seien nur auf schwaches Interesse gestoßen.

Kitagawa führte die Unlust am PC-Kauf unter anderem auf die unsichere Wirtschaftslage in Westeuropa zurück. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika gingen die Auslieferungen besonders stark um 9,6 Prozent zurück. Der Trend wurde den Beobachtungen zufolge noch dadurch beschleunigt, dass sich viele Kunden den boomenden Smartphones und Tabletcomputern zugewendet hätten.

Die Flut in Thailand vom Oktober habe sich dagegen nur begrenzt auf das Weihnachtsgeschäft ausgewirkt, sagte der Gartner-Analyst. Die Festplatten-Produktion in der Region war in Mitleidenschaft gezogen worden. Kitagawa geht aber davon aus, dass es im laufenden Jahr zu merklichen Engpässen bei der PC-Produktion kommt.

Hewlett-Packard konnte seine Spitzenposition als größter PC-Hersteller verteidigen. Der Marktanteil lag bei 16 Prozent. Allerdings schrumpfte der Abstand zum Zweitplatzierten Lenovo deutlich. Bei HP war lange unklar, was mit dem PC-Geschäft passiert - bis zum Machtwort der neuen Firmenchefin Meg Whitman schien selbst ein Verkauf möglich, was die Kunden verunsicherte. Drittgrößter Hersteller ist Dell.