Virtualbox

Wer eine Testumgebung aufsetzen oder ein neues Betriebssystem ausprobieren will, muss hierfür keine eigene Hardware opfern. Ein leisungsstarker Rechner mit genügend RAM vorausgesetzt, lässt sich diese Aufgabe bequem mit einer Desktop-Virtualisierungssoftware wie Virtualbox von Sun respektive Oracle erledigen. Diese Anwendung stellt quasi die Hardware eines PCs zur Verfügung, so dass ein Anwender Betriebssysteme von Linux über OpenSolaris bis zu Windows Server 2008 bequem in einer abgeschotteten Umgebung evaluieren kann. Im Unterschied zu Konkurrenzprodukten wie Parallels Desktop und VMware Workstation erledigt Virtualbox diese Aufgabe kostenlos und – in einer abgespeckten Variante – sogar unter einer Open-Source-Lizenz.

Virtualbox läuft unter Windows, Linux und Mac OS X. Gäste – die virtualisierten Betriebssysteme – nutzen Disk Images anstelle von Festplatten und können auch auf angeschlossene USB-Geräte zurückgreifen. Der Datenaustausch mit dem Gastgeber (Host) erfolgt über einen Austauschordner oder via Zwischenablage. Hierzu ist die Installation der Gasterweiterungen erforderlich, die für Windows, Linux und Solaris vorliegen und nebenbei auch die Grafikausgabe beschleunigen. Seit kurzem lassen sich Gäste im laufenden Betrieb sogar zwischen verschiedenen Host-Rechnern verschieben, sofern die Disk Images auf einem zentralen Netzwerkspeicher abgelegt sind.