Symbolbild: Pixabay/Wokandapix

Dem vom chinesischen Konzern Bytedance betriebenen Kurzvideo-Onlinenetzwerk Tiktok droht das Aus in Albanien. Zumindest für ein Jahr. Wie der albanische Regierungschef Edi Ramaab bekannt gegeben hat, werde die Videoplattform mit Beginn des neuen Jahres für mindestens ein Jahr lang gesperrt.

Auslöser der Massnahme ist nicht zuletzt der Tod eines 14-Jährigen nach einem in Onlinenetzwerken begonnenen Streit zwischen Schülern und Schülerinnen in Tirana vor wenigen Wochen. Ein weiterer Schüler war im Zuge des Streites verletzt worden. Unter Psychologen, Eltern und Bildungseinrichtungen löste der Fall eine grosse Debatte über den Einfluss von Onlinenetzwerken auf Jugendliche und Kinder aus.

Tiktok ist in vielen Ländern umstritten. So beschloss gerade erst das australische Parlament Ende November ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Und zuvor hatten schon mehrere andere Staaten den Zugang zu Onlinenetzwerken für Kinder eingeschränkt. Das spanische Parlament etwa verabschiedete im Juni ebenfalls eine Altersgrenze von 16 Jahren für den Zugang zu Social-Media-Plattformen. Und im US-Bundesstaat Florida tritt im Jänner ein Gesetz in Kraft, das die Einrichtung von Social-Media-Accounts für Kinder unter 14 Jahren untersagt. Zudem droht Tiktok in den Vereinigten Staaten eine Abspaltung vom Mutterkonzern Bytedance.