Der US-amerikanische Technologiegigant Apple hat die deutsche Hauptstadt als Standort für sein weltweit fünftes Entwicklungszentrum auserkoren. Für Europa ist es die erste Einrichtung dieser Art. Die Einrichtung soll als Anlaufstelle für europäische App-Entwickler dienen, um Unterstützung bei der Programmierung und Optimierung ihrer Anwendungen zu erhalten, heisst es.
Vor der Expansion nach Berlin existierten solche speziellen Entwicklerzentren von Apple ausschliesslich am Konzernsitz in Cupertino (Kalifornien) sowie an Standorten in Asien. Apple betreibt in Berlin bereits zwei Retail Stores (Apple Kurfürstendamm und Apple Rosenthaler Strasse) sowie kleinere Forschungs- und Entwicklungsbüros, die sich unter anderem mit Kartendiensten befassen.
Im neuen Zentrum können Entwickler unter anderem ihren geschriebenen Programmcode, das visuelle Interface-Design oder ihre Geschäftsstrategie direkt von Apple-Spezialisten vor Ort überprüfen und analysieren lassen. Apple will hier den Infos zufolge auch regelmässige Veranstaltungen und Workshops abhalten, um die Fähigkeiten der Entwicklergemeinschaft zu erweitern und Apps hinsichtlich Qualität, Leistung und Systemintegration zu optimieren.
Ähnlich wie an anderen Standorten wird es voraussichtlich dedizierte Labor-Bereiche (Labs) geben, um neue Technologien, Software-Frameworks und Schnittstellen direkt zu testen und wertvolles Feedback zu geben.
Mit dem Zentrum reagiert der Konzern auch auf die regulatorischen Anforderungen der Europäischen Union durch den Digital Markets Act (DMA). Indem Apple exklusive Ressourcen und direktes Experten-Feedback in Berlin anbietet, versucht das Unternehmen, das eigene Ökosystem für europäische Programmierer weiterhin so attraktiv wie möglich zu gestalten.
