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Die Kryptowährung Bitcoin knackte Sonntagfrüh erstmals die Marke von 125.559 Dollar. Dies belegen Daten der Analyseseite Coinmarketcap. Damit setzt sich der aktuelle Aufwärtstrend der ältesten und am weitesten verbreiteten Digitalwährung weiter fort. Konkret legte der Bitcoin in den vergangenen sieben Tage um 13 Prozent zu. Binnen eines Jahres hat sich der Kurs damit mehr als verdoppelt.

Grund für den aktuellen Auftrieb der Digitalwährung ist unter anderem der derzeitige Shutdown in Washington, da sich Republikaner und Demokraten im Kongress bislang nicht auf einen Budgethaushalt einigen konnten. Dies führt an der Wall Street zu einem sogenannten "Debasement-Trade“. Dabei zieht es Anleger vermehrt in sichere und reale Vermögenswerte – aus Sorge vor einer weiteren Schwäche der US-Währung Dollar. Der Dollar notiert schon seit Monaten deutlich schwächer und nähert sich dem grössten Jahresverlust seit 22 Jahren. Ausserdem legen immer mehr institutionelle Investoren ihr Geld in Bitcoin an - auch wenn gleichzeitig einige frühe Anleger Kasse machen und sich von Bitcoin-Beständen trennen. Der Bitcoin-Kurs wird ausserdem angetrieben durch die Erwartungen, dass die US-Zentralbank in den USA die Zinsen weiter senken wird. Das Kalkül dabei ist, dass Anleger bei niedrigen Zinsen für klassische Anlagen eher bereit sind, ein höheres Risiko einzugehen und in den Bitcoin zu investieren. Die Marktkapitalisierung des Bitcoin liegt nach dem jüngsten Kursanstieg einer Aufstellung des Anbieters Coinmarketcap zufolge bei rund 2,5 Billionen Dollar. Der Bitcoin dominiert damit weiter den Markt der Digitalwährungen. Dieser kommt derzeit auf einen Gesamtwert von knapp 4,3 Billionen Dollar.