Die chinesische Regierung hat wie angekündigt das Exportverbot der für die Halbleiterherstellung benötigten Metalle Gallium, Antimon und Germanium an die USA vorübergehend aufgehoben. Wie das Handelsministerium in Peking verlauten liess, werden die Beschränkungen für die Ausfuhr der Metalle in die USA zunächst bis zum 27. November 2026 ausgesetzt.
Die asiatische Volksrepublik hatte den Export der drei Rohmaterialien in die USA im Jahr 2024 verboten. Die Metalle sind für viele moderne Technologien unbedingt nötig. Die USA wie auch andere Länder beziehen diese fast ausschliesslich aus China. Im April kürzte Peking zudem die Ausfuhr von Tungsten und weiteren sieben Seltenen Erden als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten hohen Zölle.
Hintergrund dieser Auflockerung ist das Treffen von Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im vergangenen Okober in Südkorea. Die beiden Staatschefs einigten sich in einer Reihe von handelspolitischen Punkten. In der Folge verlängerten beide Seiten die Reduzierung der gegenseitigen Strafzölle auf zehn Prozent um ein Jahr. Peking stimmte zudem der Aussetzung einiger Exportbeschränkungen für Seltene Erden zu.
Schon am Freitag hatte China eine Reihe seiner erst kürzlich eingeführten Exportkontrollen für einige Seltene Erden, Materialien für Lithium-Batterien sowie superharte Werkstoffe vorerst wieder aufgehoben. Die Aussetzung gilt demnach ab sofort, ist aber ebenfalls befristet. Die Regierung hatte diese Exportbeschränkungen erst am 9. Oktober eingeführt.
Die Massnahmen werden als Zeichen der Deeskalation im Handelskonflikt zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt verstanden. China dominiert die weltweite Förderung Seltener Erden, während die USA und Myanmar einen Anteil von zwölf und acht Prozent kontrollieren.
