Sitz von Delivery Hero in Berlin (Bild: Jörg Zägel, CC BY-SA 3.0)

Die taiwanesischen Behörden schieben dem Bemühen der Online-Plattform für Essens- und Lebensmittellieferungen Delivery Hero, ihre Taiwan-Tochter Foodpanda an Uber zu verkaufen, einen Riegel vor. Die örtliche Wettbewerbsbehörde TFTC untersagte das Geschäft mit einem Volumen von 950 Millionen Dollar unter Verweis auf wettbewerbsrechtliche Bedenken.

Laut der Behörde konnten diese von Korrekturmassnahmen nicht ausgeräumt werden. Delivery Hero mit Hauptsitz in Berlin bestätigte den Vorgang am ersten Weihnachtsfeiertag in einer Pflichtmitteilung. "Uber kann gegen die Entscheidung der TFTC Berufung einlegen oder die Transaktion beenden", hiess es seitens des an der Börse MDax notierten Unternehmens.

"Auf dem Markt für Essenslieferdienste geht der grösste Wettbewerbsdruck für Ubereats von Foodpanda aus", sagte der stellvertretende TFTC-Vorsitzende Chen Chih Min gegenüber Medienvertretern. "Die Fusion würde diesen Wettbewerbsdruck beseitigen." Der kombinierte Marktanteil beider Unternehmen in Taiwan würde nach der Fusion mehr als 90 Prozent betragen.

Delivery Hero hatte das geplante Geschäft Mitte Mai bekanntgegeben. Die Titel des Berliner Konzerns machten daraufhin im frühen Handel zunächst einen Sprung von 20 Prozent. Das Südostasien-Geschäft hatte das Wachstum von Delivery Hero in den Quartalen davor ausgebremst. Aus diesem Grund versuchte der Konzern seit Längerem, sich von seinem Geschäft in mehreren ostasiatischen Ländern zu verabschieden.