In den Mobilfunknetzen Deutschlands steigt der Datenbedarf nach wie vor stark an. Vodafone Deutschland etwa lässt wissen, dass in ihrem Handynetz dieses Jahr 4,1 Milliarden Gigabyte transportiert wurden und damit eine Milliarde mehr als 2024. Dies entspricht einer Zunahme um rund 32 Prozent. Vodafone berücksichtigte für die Studie Daten aus elfeinhalb Monaten, die letzte Hälfte des Monats Dezember entspricht einer Schätzung.
Die Konkurrentin O2 Telefónica kommt in diesem Jahr nach eigenen Angaben auf deutlich mehr als sechs Milliarden Gigabyte, im Vorjahr waren es 5,6 Milliarden Gigabyte gewesen und damit so viel wie in keinem anderen deutschen Handynetz. Das Datenwachstum, das im Korridor von 10 bis 15 Prozent liegen soll, fällt dieses Jahr allerdings vergleichsweise gering aus. Das liege an dem Verlust von Netznutzern an den Wettbewerber Vodafone: 12 Millionen 1&1-Kunden nutzen inzwischen das Vodafone-Netz, dafür zahlt 1&1 Miete. Früher nutzten sie die Antennen von O2.
Die Deutsche Telekom wiederum schnitt beim Datenwachstum mit einem Plus von 30 Prozent auf knapp fünf Milliarden Gigabyte ähnlich stark ab wie Vodafone. Auch ihr Netz wurde also deutlich besser ausgelastet als früher.
Die Gründe für diese Entwicklung sind das veränderte Nutzungsverhalten der Smartphoneanwender, bessere technische Angebote und der Funkstandard 5G, der eine deutlich schnellere und umfangreichere Datenübertragung ermöglicht als sein Vorgänger 4G (auch LTE genannt). Der Griff zum Smartphone beim Pendeln, Reisen oder generell beim Warten ist inzwischen selbstverständlich geworden – die Menschen streamen Videos, laden sich Dateien runter, verschicken Fotos, sprechen per Video mit Freunden oder spielen mobile Games. Hinzu kommt, dass das monatliche Datenvolumen von Handytarifen viel grösser ist als früher, daher achten die meisten Menschen nicht mehr auf einen möglichst sparsamen Datenverbrauch.
