Immer mehr private E-Mails landen in den digitalen Postfächern deutscher Internetnutzer. Laut einer neuen Umfrage des in Berlin ansässigen Digitalverbands Bitkom sind es im Schnitt pro Tag inzwischen 13. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es noch durchschnittlich zehn private E-Mails am Tag. Befragt worden sind 1.002 Personen ab 16 Jahren in Deutschland.
Den Ergebnissen der Umfrage nach erhält jeder Fünfte lediglich eine bis vier E-Mails täglich, fünf bis neun E-Mails bekommen 19 Prozent, zehn bis 19 E-Mails 28 Prozent und sogar 20 E-Mails und mehr sind es bei 26 Prozent. "Die E-Mail bleibt für viele ein zentraler Bestandteil ihres Alltags. Sie funktioniert unkompliziert, verlässlich und ganz ohne Abhängigkeit von einzelnen Diensten", kommentiert Bitkom-Experte Sebastian Klöss.
Und die E-Mail scheint der Erhebung nach sogar für alle Altersklassen ähnlich wichtig: Während 16- bis 29-Jährige im Durchschnitt 14 private E-Mails pro Tag erhalten, sind es bei den 30- bis 49-Jährigen 13 Mails, in der Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren zwölf E-Mails pro Tag sowie 13 Mails bei den 65-Jährigen und Älteren. Nur ein Prozent aller Nutzer in Deutschland hat nach eigenen Angaben keine private E-Mail-Adresse.
Mit der Zunahme an E-Mails steigen auch die Angriffe auf die User-Sicherheit - insbesondere im beruflichen Kontext. So empfehlen Forscher der University of South Florida Datenschützern von Unternehmen, an Mitarbeiter in regelmässigen Abständen gefälschte Phishing-Mails zu verschicken, um zu prüfen, ob sie darauf hereinfallen.
Die Empfehlung der Experten in Bezug auf ein stärkeres Sicherheitsbewusstsein der User kommt nicht von ungefähr. Laut dem IT-Security-Anbieter Trend Micro bleiben E-Mails das Haupteinfallstor für Cyber-Angriffe. Einem Bericht zufolge setzen Cyber-Gangster zum Stehlen von Anmeldedaten verstärkt auch auf QR-basiertes Phishing.
