Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat seine Zahlen für das erste Quartal 2026 bekannt gegeben. Die Ergebnisse bleiben in mehreren Kernbereichen hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Vor allem hat der Konzern aufgrund der verhaltenen Nachfrage nach Telekommunikationsausrüstung und höheren Chipkosten im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres weniger verdient.
Konkret sackte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) um rund ein Fünftel auf 5,6 Milliarden schwedische Kronen (rund 518 Millionen Euro) ab.
Der Umsatz in Höhe von 49,3 Mrd. schwedischen Kronen (Vorjahr: 55,0 Mrd. Kronen) ging um 10 Prozent zurück.
Ein deutlicher Umsatzrückgang wurde im US-Geschäft verzeichnet, bedingt durch zögerliche Investitionen im dortigen Telekommarkt. Steigende Preise für Halbleiter (Chips), getrieben durch die hohe Nachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), belasteten ausserdem die Ergebnisse. Auch der starke schwedische Kronen-Kurs wirkte sich negativ auf das berichtete Ergebnis aus.
"Wir sehen steigende Beschaffungskosten, insbesondere bei Halbleitern, was zum Teil auf die KI-Nachfrage zurückzuführen ist", lässt sich Konzernchef Börje Ekholm zitieren. Man wolle diese Herausforderungen durch eine enge Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten sowie unter anderem durch Sparmassnahmen ausgleichen.
Ericsson hat auch ein Programm zum Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu 15 Mrd. Kronen genehmigt, das am 23. April starten soll.
