Sarah Hauser, die künftige Direktorin des Departements Informatik der Hochschule Luzern (HSLU) Foto: Priska Ketterer/HSLU

Zu einem Führungswechsel kommt es am Departement Informatik der Hochschule Luzern (HSLU): René Hüsler tritt nach elf Jahren zurück und übernimmt innerhalb der Hochschule eine neue Funktion. Sein bisheriges Amt übergibt er an die Informatikprofessorin Sarah Hauser, die als bisherige Vizedirektorin Ausbildung bereits zahlreiche Bachelor- und Masterprogramme mitgestaltet habe. Die Stabsübergabe findet gemäss Mitteilung am 1. September statt.

Sarah Hausers berufliche Laufbahn begann 2001 an der ETH Zürich, wo sie ihren Master of Science in Informatik mit den Schwerpunkten Information Security und Software Engineering abschloss. Ergänzend besuchte sie Studiengänge der Universität der Künste in Berlin – eine Station, die prägend für ihre multiperspektivische Herangehensweise und ihr grosses Interesse an interdisziplinären Fragestellungen gewesen sei. Praktische Erfahrungen als Informatikerin eignete sie sich den Infos zufolge als Software Developer bei der Skybow in Küsnacht sowie an der EB Zürich und als IT Consultant bei der Erni Consulting in Zürich an.

Ihr Bestreben, neueste Erkenntnisse aus der Forschung mit jener aus der Praxis zu verbinden, bot ideale Voraussetzungen für eine Hochschullaufbahn: Diese nahm an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg-Windisch ihren Anfang, wo sie zunächst als Dozentin und später als Leiterin zweier Studiengänge tätig war: Informatik und iCompetence, ein interdisziplinärer Studiengang, der Informatik- mit Designthemen und Management-Kompetenzen verbindet. Seit Juli 2021 ist Sarah Hauser Vizedirektorin Ausbildung am Departement Informatik der HSLU.

Hauser ergänzte ihre fachliche Expertise laut Mitteilung durch umfassende Management-Weiterbildungen: Sie absolvierte einen Executive MBA in International Management an der Universität Zürich sowie das Higher Education Management (HEM) Executive Program von swissuniversities für Führungskräfte in Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen.

Mit ihrer Forschung zu Multi-party Computation, Social Network Analysis und Computational Music Thinking verfüge sie zudem über langjährige Erfahrungen in Forschung und Entwicklung sowie ein grosses Netzwerk, heisst es.

Der abtretende René Hüsler wiederum baute das Informatikdepartement nach dessen Gründung 2016 auf und entwickelte es zu einem anerkannten Kompetenzzentrum. Unter seiner Leitung entstanden sieben Research und Development Labs, die in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Robotik, Virtual Reality und Blockchain forschen. Ein Meilenstein war die "Blockchain Zug – Joint Research Initiative", eine Kooperation der HSLU und der Universität Luzern, die der Kanton Zug mit knapp 40 Millionen Franken fördert, um zu einem führenden Zentrum für Blockchain-Forschung zu werden.



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