Zeta Georgia Avarikioti (Foto: UIV Clemens Schniedbauer)

Die Wissenschaftlerin Zeta Georgia Avarikioti ist für ihre Arbeit im Bereich interoperabler Blockchain-Infrastrukturen mit dem renommierten Hedy Lamarr Preis der Stadt Wien ausgezeichnet worden. Die Stadt Wien vergibt den Preis jedes Jahr gemeinsam mit DigitalCity.Wien, einer Initiative der Klima- und Innovationsagentur UIV Urban Innovation Vienna. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Rahmen einer Zeremonie bei den Digital Days verliehen.

Zeta Avarikioti ist Assistant Professorin im Forschungsbereich Security and Privacy an der TU Wien Informatics und leitet den Blockchain Hub am Cybersecurity Center der TU Wien. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung sicherer, skalierbarer und interoperabler Blockchain-Protokolle, die dezentrale Systeme zugänglich, fair, widerstandsfähig und datenschutzkonform machen sollenn. Sie begann ihre akademische Laufbahn in Athen mit einem Abschluss in Bauingenieurwesen, gefolgt von einem Master in Logik, Algorithmen und Informatik. Ihre Doktorarbeit schrieb sie an der ETH Zürich über Blockchain-Skalierungsprotokolle. Aktuell ist sie neben ihrer Tätigkeit an der TU Wien unter anderem auch Programmvorsitzende der Konferenz "Advances in Financial Technologies" (AFT 2025) und Chief Scientist bei Common Prefix, einem Beratungsunternehmen, das eine Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie im Bereich Blockchain-Innovation schlagen will.

Die Blockchain-Forscherin kommentiert die Würdigung: "Es ist mir eine große Ehre, den Hedy-Lamarr-Preis der Stadt Wien zu erhalten. Aber wenn wir Hedy Lamarr wirklich ehren wollen, dann sollte die nächste Generation von Frauen nicht um einen Platz am Tisch kämpfen müssen. Die Tür sollte bereits weit offenstehen. Als junge Frau im MINT-Bereich musste ich meinen Platz immer wieder neu behaupten – zuerst im Bauingenieurwesen in Athen, später in der Informatik. Heute entwickle ich Blockchain-Technologien, weil ich an eine offene, faire und inklusive Zukunft glaube."