Jörg Grotendorst (Bild: zVg)

Die auf Design- und Engineeringdienste für Hard- und Softwarelösungen ausgerichtete HTEC mit Hauptsitz im kalifornischen Palo Alto will ihr Engagement in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Raum) weiter ausbauen und nimmt dabei vor allem die Automotivebranche ins Visier. Jörg Grotendorst werde das Unternehmen ab sofort beraten, um HTECs Know-how in der Entwicklung von Steuer- und Assistenzsystemen sowie anderer Fahrzeugsoftware bei den OEMs und ihren Zulieferern entsprechend zu positionieren, heisst es in einer Aussendung dazu.

Die HTEC-Gruppe habe sich zum Ziel gesetzt, die Automobilbranche im deutschsprachigen Raum nicht nur mit klassischen Ingenieursdienstleistungen zu unterstützen, sondern Entwicklungsprozesse rund um das Auto der Zukunft eng zu begleiten – von ersten Konzepten über die Umsetzung bis hin zur Markteinführung und der späteren Produktpflege im Feld, so die Mitteilung.

Grotendorst bekleidet bei HTEC den Infos zufolge die Position des Advisor Automotive Industry. Er blicke auf knapp 30 Jahre Branchenerfahrung zurück und halte als Ingenieur selbst über einhundert Patente. "Ich denke, meine Assets passen ganz hervorragend zur Positionierung und Agilität von HTEC", betont Grotendorst.

Seine berufliche Karriere startete Grotendorst bei Daimler-Benz – ehemals Daimlerchrysler – in der Entwicklung elektronischer Bremsregelsysteme wie ABS und ESP. Die längste Zeit seiner Karriere verbrachte er aber bei Continental. Dort entwickelte er zunächst elektronische Fahrwerke mit, bevor er in Managementpositionen für die Bereiche Fahrwerk und Antrieb aufstieg und das Geschäftsfeld Hybrid- und Elektroantriebe aufbaute. Im Anschluss baute er für Siemens die Geschäftseinheit der Elektroantriebe im Fahrzeug neu auf und fand mit Valeo einen Käufer für diesen Bereich. Mitte der 2010er Jahre baute Grotendorst dann für ZF die Division für E-Mobility auf und gründete dabei auch ein Produktions- und Entwicklungszentrum in Pancevo nahe Belgrad in Serbien. Dort hatte er auch den ersten Kontakt zu HTEC. Als Vorstand der Rheinmetall leitete er das Automobilgeschäft.

Seit 2023 steht er bei Magna International unter Vertrag, wo er zunächst als SVP Car of the Future begann und anschliessend zum SVP Corporate R&D benannt wurde.