Der US-Chiphersteller AMD (Advanced Micro Devices) legt für das zweite Quartal 2026 starke Zahlen vor. Der Konzern mit Zentrale im kalifornischen Santa Clara steigerte den Umsatz im Vergleich zur selben Vorjahresperiode gleich um 50 Prozent auf 11,54 Milliarden US-Dollar sowie den bereinigten Gewinn je Aktie auf 1,66 US-Dollar. Dennoch gab die Aktie nachbörslich um rund 8 Prozent nach, da hohe Erwartungen und Margendetails im KI-Segment die Anleger trotz Rekorden enttäuschten.
Hauptverantwortlich für das starke Wachstum ist die Sparte für Rechenzentren. Hier verzeichnete AMD einen Umsatzsprung von 107 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar, was inzwischen rund 58 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Getrieben wird dies durch die hohe Nachfrage nach EPYC-Prozessoren und Instinct-KI-Beschleunigern. Während der Client-Bereich (Ryzen-Prozessoren) um 23 Prozent zulegte, schwächelte das Gaming-Geschäft mit einem Minus von 31 Prozent.
Für das laufende dritte Quartal stellt das Management Erlöse von etwa 13 Milliarden US-Dollar in Aussicht, womit die durchschnittlichen Analystenschätzungen (12,52 Milliarden US-Dollar) übertroffen wurden. Trotz dieser bullischen Zahlen und neuer Partnerschaften (wie mit Anthropic) geriet die Aktie nachbörslich unter Druck und verlor rund 8 Prozent. Marktbeobachter werten dies als Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye der Vormonate, wie auch Börse Online und Der Aktionär analysieren.
