creenshot, der den Standard-Startbildschirm für angemeldete Benutzer auf einem Pixelfed-Server zeigt (Bild: Wikipedia)

Anwendern von Pixelfeld ist aufgefallen, dass Facebook Links auf die dezentrale Instagram-Alternative Pixelfed blockiert. Entsprechende Verweise werden demnach als Spam gekennzeichnet und automatisch entfernt. Davon betroffen sind unter anderem die Instanzen pixelfed.social und pixelfed.de. Medien, die nach den Gründen für diese Massnahmen nachfragten, erhielten von Meta bisher keine Antwort dazu.

Bei Pixelfed handelt es sich um einen kostenlosen, freien und quelloffenen sozialen Netzwerkdienst zum Teilen von Bildern in sozialen Netzwerken. Im Gegensatz zu anderen Bild-Sharing-Netzwerken wie beispielsweise Instagram ist die Architektur von Pixelfed dezentralisiert, was bedeutet, dass Benutzerdaten nicht auf einem zentralen Server gespeichert werden. Pixelfed verwendet das ActivityPub-Kommunikationsprotokoll, welches den Benutzern ermöglicht, mit anderen sozialen Netzwerken wie Mastodon, Peertube und Friendica zu interagieren. Durch die Anwendung dieses Protokolls wird Pixelfed Teil des Fediverse. Dieses Netzwerk besteht aus mehreren unabhängigen Servern, auch Instanzen genannt, die miteinander kommunizieren.

Im Vergleich zu Instagram ist Pixelfed winzig klein. Die Plattform zählte zuletzt 250.000 Konten, während Instgram über mehr als zwei Milliarden Anwender verfügt. Erst kürzlich hat Pixelfed allerdings bekanntgegeben, dass man derzeit einen regelrechten Ansturm auf die Plattform erlebe. Entsprechend habe man vorübergehend einzelne Features deaktivieren müssen, sei aber bemüht, so rasch wie möglich neue Ressourcen hinzuzufügen. Dieser Zustrom könnte damit zusammenhängen, dass die Nutzer aufgrund des Verhaltens von Meta-Chef Mark Zuckerberg, der sich Donald Trump andient und die Moderation von Hassposstings zurückfahren will, nach Alternativen suchen.

Die Vorgangsweise von Facebook erinnert ein wenig an die Übernahme von Twitter durch Elon Musk. Als es aufgrund von kontroversen Entscheidungen zu ersten Abwanderungstendenzen kam, liess Musk bekanntlich einfach Links auf Mastodon, aber auch Facebook und Instagram blockieren.