Meta-Logo (Bild: Dima Solomin auf Unsplash.com)

Der US-amerikanische Internet-Gigant Meta lässt den Wahrheitsgehalt von Inhalten auf seinen Plattformen wie Facebook oder Instagram in den Vereinigten Staaten künftig nicht mehr von Dritten überprüfen. Laut Konzern-Chef Mark Zuckerberg sei das Fakten-Check Programm zu fehleranfällig und habe zu einem wachsenden Unmut bei Nutzern geführt. Teilweise seien Inhalte unberechtigterweise zensiert worden.

Wie Zuckerberg betont, sollen Nutzer künftig selbst die Möglichkeit erhalten, falsche oder irreführende Aussagen zu kennzeichnen. Mit dem neuen Verfahren orientiere man sich am Kurznachrichtendienst X des US-Milliardärs Musk.
Zur Erinnerung: Meta hatte 2016 ein Faktencheck-System eingeführt und dafür unabhängige Organisationen in zahlreichen Ländern eingebunden.

Die EU-Kommission hat den Internet-Konzern Meta davor gewarnt, das Faktencheck-Programm auf seinen Plattformen Facebook und Instagram auch in Europa einzustellen. Ein Sprecher der Kommission verweist in diesem Zusammenhang auf rechtliche Vorgaben zum Schutz vor Desinformationen. Die Kommission könne etwa eine hohe Geldstrafe erlassen, wenn sich Meta nicht an EU-Gesetze halte, so der Sprecher.