Sowohl der Google- und Whatsapp-Mutterkonzern Meta also auch die Windows-Erfinderin Microsoft legen starke Quartalszahlen vor. Die Anleger allerdings reagieren sehr unterschiedlich. Während das Meta-Papier um bis zu 10 Prozent angezogen hat, stürzte die Microsoftaktie in der Spitze um 7 Prozent nach unten.
Konkret kletterte bei Meta der Umsatz im vergangenen Quartal im Vergleich zur selben Vorjahresperiode um 24 Prozent auf 59,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg um neun Prozent auf 22,7 Milliarden Dollar. Bei Microsoft nahm der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar zu, während der Nettogewinn gleich um 60 Prozent auf 38,5 Milliarden Dollar schnellte.
Hauptgrund für die unterschiedliche Reaktion der Anlerger ist laut Analysten die unterschiedliche Guidance der beiden IT-Giganten. So überraschte Meta-Gründer Mark Zuckerberg die Wall Street mit einer sehr optimistischen Prognose. Demnach könnte der Umsatz im ersten Quartal des neuen Jahres zwischen 53,5 und 56,5 Milliarden Dollar liegen – was die Analystenschätzungen von 51,4 Milliarden Dollar deutlich übertraf. Microsofts CEO Satya Nadella hingegen verschreckte die Anleger mit der Aussicht, dass die operative Marge für das kommende Quartal bei 45,1 Prozent liegen könnte – und damit unter der Konsensschätzung von 45,5 Prozent.
Die Investoren strafen bei Tech-Werten mittlerweile offensichtlich alle Zahlen ab, die keiner Übererfüllung der Markterwartungen entsprechen. Hintergrund dazu sind vor allem die gigantischen Ausgaben für KI – und die wachsenden Zweifel, ob sich diese tatsächlich auch rentieren.
