Logobild: Micron

Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Micron mit Zentrale in Boise im Bundesstaat Idaho konnte seinen Umsatz im vergangenen Quartal dank des Booms bei Hochleistungsspeichern für Künstliche Intelligenz (KI) nahezu verdoppeln. Konkret schnellten die Erlöse im Vergleich zur selben Vorjahresperiode um 93 Prozent auf 7,75 Milliarden Dollar. Das ist das prozentual stärkste Wachstum des Konzerns seit über zehn Jahren.

Auch mit dem Reingewinn von 1,342 Milliarden Dollar überraschte das Unternehmen aus Idaho positiv. Die Micron-Aktie setzte an der Wall Street zu einem nachbörslichen Höhenflug von gut 13 Prozent an.

Das enorme Umsatzplus verdankt Micron seinen HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory). Diese können in kurzer Zeit sehr viele Daten zwischenspeichern und wieder abrufen. Sie sind daher für rechenintensive KI-Anwendungen, bei denen Unmengen von Daten gleichzeitig verarbeitet werden müssen, heiss begehrt. Die leistungsfähigste derzeit erhältliche Generation heisst "12-Layer HBM3E". Für dieses und nächstes Jahr sei die Produktion von HBM-Speichern defacto bereits ausverkauft, gab das Unternehmen bereits zu einem früheren Zeitpunkt bekannt.

Für das laufende neue Quartal liefert Micron ebenfalls einen guten Ausblick und stellt Erlöse in Höhe von 8,7 Milliarden Dollar, plus/minus 200 Millionen Dollar, in Aussicht. Analysten hatten lediglich mit 8,28 Milliarden Dollar gerechnet.