Nachdem das deutsche Bundeskartellamt am 5. November dem von Mobilezone am 8. Oktober verkündeten Verkauf des deutschen Geschäftes zugestimmt hat, konnte das auf Mobil- und Festnetztelefonie fokussierte innerschweizerische Unternehmen die Transaktion nun zum Abschluss ("Closing") bringen. Mit dem Vollzug der Transaktion geht das gesamte deutsche Mobilezone Business für 230 Millionen Euro an Freenet über.
"Wir sind glücklich, mit dem Vollzug der Transaktion unsere deutschen Kolleginnen und Kollegen definitiv in guten neuen Händen zu wissen und blicken nun fokussiert auf unseren Heimmarkt Schweiz", lässt sich der exekutive Verwaltungsratsdelegierte Markus Bernhard in einer Mitteilung dazu zitieren.
Dank eines guten Geschäftsverlaufs in der Schweiz erwartet Bernhard, dass das im August für 2025 auf 12,5 bis 13,0 Prozent erhöhte Ebit-Ziel im Schweizer Heimmarkt erreicht werde. Davor wurde mit einer Marge im Bereich von 11,0 bis 12,0 Prozent gerechnet. Demgegenüber hat Mobilezone im Zuge des Verkaufs in Deutschland die Gruppen-Ebit-Guidance für 2025 sistiert.
Die Zukunft von Mobilezone liegt nun im Heimmarkt. Hier will Bernhard laut den Angaben Chancen nutzen und die Position stärken. 2024 hatte die Gruppe hierzulande einen Umsatz von 276 Millionen Franken und einen Ebitda von 37,6 Millionen erzielt. Dabei umfasst das Retail-Netz insgesamt 125 Standorte in der Schweiz. Wichtiger strategischer Fokus bleibe der Ausbau von wiederkehrenden Einnahmen aus dem B2B- (‘Device as a Service’ und Fleet Management) und dem MVNO-Geschäft, sowie die Weiterentwicklung des auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Second Life-Geschäfts (Reparatur und wiederaufbereitete Geräte – Marke "Jusit").
Aufgrund des Verkaufs des Deutschlandgeschäftes ergeben sich auch Anpassungen innerhalb der Mobilezone-Organisation. Die bisherige Konzernleitung mit den Co-CEOs Roger Wassmer und Wilke Stroman (bis Ende Oktober) und Finanzchef Bernhard Mächler (seit Anfang Oktober) wird neu aufgestellt. Ab Anfang 2026 setzt sie sich aus CEO Roger Wassmer, CFO Bernhard Mächler und COO Lars Keller zusammen. Keller, seit November COO von Mobilezone Schweiz, stiess von Salt dazu.
Einen Abgang wird es im Verwaltungsrat geben. An der ordentlichen Generalversammlung am 8. April werde sich Michael Haubrich nicht mehr zur Wiederwahl stellen, hiess es. Er ist seit 2020 Teil des Gremiums. Dividendenversprechen bestätigt
Am Mittelfrist- und am Dividendenziel hält Mobilezone derweil fest. Demnach will die Gruppe im Jahr 2028 einen EBITDA von rund 70 Millionen Franken erzielen und bis dahin weiterhin eine Dividende von 0,90 Franken pro Aktie auszahlen.
