Die US-amerikanische Dateninfrastruktur-Spezialistin Netapp erwirtschaftete im vergangenen zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres einen Umsatz in Höhe von 1,71 Milliarden Dollar, was im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Plus von 2,8 Prozent entspricht und über den Erwartungen der Börsianer von 1,69 Milliarden Dollar liegt. Die eigentliche Überraschung liegt jedoch in den Margen.
So erreichte Netapp im zweiten Fiskalquartal eine operative Marge von 31,1 Prozent, was für ein zweites Quartal einen Rekordwert darstellt. Die Bruttomarge kletterte sogar auf 72,6 Prozent, und im Public-Cloud-Segment schoss sie von 73,8 auf 83,0 Prozent in die Höhe.
Der operative Gewinn des Konzerns legte von 475 auf 530 Millionen Dollar zu. All Flash Arrays und Public Cloud-Lösungen machen mittlerweile 70 Prozent des Gesamtumsatzes aus, und das sind nach Meinung der Marktanalysten genau jene Segmente, die sowohl Wachstum als auch Margenexpansion vorantreiben.
Hintergrund dafür ist, dass sich Netapp, das den Hauptsitz im kalifornischen San José hat, verstärkt als Anbieter von KI-fähiger Dateninfrastruktur positionieren kann. Im abgelaufenen Quartal schloss das Unternehmen eigenen Angaben zufolge rund 200 Deals im Bereich KI-Infrastruktur und Modernisierung von Datenseen ab. Die All-Flash-Array-Revenue erreichte einen annualisierten Umsatz von 4,1 Milliarden Dollar, was einer Zunahme von 9 Prozent entspricht.
Besonders stark entwickelten sich Netapp zufolge die Cloud-Storage-Services: Das Wachstum bei Eigenangeboten und Marketplace-Diensten lag demnach bei satten 32 Prozent im Jahresvergleich. Der Public-Cloud-Umsatz erreichte 171 Millionen Dollar.
Infolge dieses Zahlenwerks hebt das Management von Netapp die Jahresprognose an. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten die Kalifornier nun einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 7,75 und 8,05 Dollar – die Mitte dieser Spanne liegt mit 7,90 Dollar über den Analystenschätzungen von 7,75 Dollar. Beim Umsatz kalkuliert der Konzern mit 6,63 bis 6,88 Milliarden Dollar.
