Der finnische Netzwerkausrüster Nokia mit Zentrale in Espoo hat im vierten Quartal des abgelaufenen Fiskaljahres wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden und zudem mehr verdient, als von den Analysten erwartet. Konkret stieg der Umsatz im vierten Jahresviertel um 10 Prozent auf knapp 6 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilt.
Das bereinigte operative Ergebnis schnellte sogar um 38 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro hoch. Unter dem Strich verdiente Nokia 813 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 33 Millionen Euro zu Buche stand. Die Dividende für das Gesamtjahr soll um einen Cent auf 14 Cent je Aktie angehoben werden.
Nokia konnte vor allem in den beiden wichtigen Sparten Netzwerkinfrastruktur und Mobilfunknetze mehr umsetzen, als von den Experten erwartet. Mit dem Aufwärtstrend geht eine längere Durststrecke zu Ende, in welcher Telekommunikationskonzerne den Netzaus- und Umbau nur auf kleiner Flamme betrieben hatten, was Nokia und auch den schwedischen Konkurrenten Ericsson als Zulieferer in Mitleidenschaft gezogen hatte. Ericsson hatte mit seinen Quartalszahlen vergangene Woche aber die Erwartungen am Finanzmarkt bei weitem nicht erfüllen können.
Der Chef von Nokia, Pekka Lundmark, sprach hingegen von einem starken Jahresschluss. Er sei auch zuversichtlich, dass sich die bessernden Marktbedingungen ins Jahr 2025 fortsetzen würden. Das bereinigte operative Ergebnis erwartet er 2025 zwischen 1,9 und 2,4 Milliarden Euro und damit unter den 2,6 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Allerdings verwies Lundmark auf positive Einmaleffekte von über 700 Millionen Euro im Jahr 2024. Wird dies berücksichtigt, so dürfte sich der vergleichbare operative Gewinn im neuen Jahr deutlich verbessern.
