Die SAP-Rivalin Oracle stellt seine Führungsspitze neu auf. Die langjährige Kapitänin des Oracle-Tankers Safra Catz zieht sich vom CEO-Sessel zurück und wechselt ins Board. Ab sofort lenken Clay Magouyrk und Mike Sicilia als Doppelspitze die Geschicke des Softwareriesen mit Sitz im texanischen Austin.
Magouyrk verdient bereits seit 2014 seine Brötchen bei Oracle und war zuletzt Präsident von Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Unter seiner Leitung entwickelte sich OCI zu einer der führenden Plattformen für hyperskalierte Cloud- und KI-Trainingsrechenzentren. Sicilia wiederum verantwortete zuletzt die Industriesparte von Oracle, wo er insbesondere Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz für Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzen oder Telekommunikation vorantrieb.
Catz, die seit elf Jahren als CEO (Chief Executive Officer), übernehme künftig die Funktion des Executive Vice Chair im Board of Directors, heisst es. Chairman und CTO Larry Ellison sprach von einem "logischen Schritt", um die nächste Generation in die Verantwortung zu holen. "Clay und Mike haben früh auf KI gesetzt – heute zahlt sich das aus. Oracle steht glänzend da, und die Zukunft ist vielversprechend“, lässt sich Trump-Freund Ellison zitieren.
Auch Catz selbst äusserte sich: "Ich bin stolz, dass Oracle heute als bevorzugte Cloud für KI-Training und Inferenz gilt. Das Unternehmen ist stärker als je zuvor. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Staffelstab weiterzugeben."
Die beiden neuen Chefs, Magouyrk und Sicilia, wollen Oracle nun gemeinsam in die nächste Phase führen, wie sie in einem Statement betonen: "Wir freuen uns, Oracle in die KI-Ära zu leiten, in der Innovationen aussergewöhnliche Geschäftsmöglichkeiten eröffnen." Der texanische Konzern bestätigte gleichzeitig die Finanzprognose, die Anfang September vorgelegt wurde. Zudem wurden mit Doug Kehring (neuer Principal Financial Officer) und Mark Hura (neuer President Global Field Operations) weitere Managementposten neu besetzt.
