Der deutsche ERP- und Cloudriese SAP mit Hauptsitz in Walldorf meldet für das zweite Quartal des laufenden Fiskaljahres eine solide Bilanz mit einer abermals dynamischen Entwicklung im Cloud-Segment. Der Gesamtumsatz legte im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres um 9 Prozent auf 9,88 Milliarden Euro zu. Die Erlöse im Cloud-Bereich stiegen um 22 Prozent (währungsbereinigt 24 Prozent). Besonders hervorzuheben ist hierbei das Wachstum der Cloud ERP Suite, das währungsbereinigt um 27 Prozent nach oben kletterte.
Der aktuelle Cloud-Auftragsbestand (Current Cloud Backlog) wuchs im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro an (währungsbereinigt ein Plus von 26 Prozent).
Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 7 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro und damit weniger stark als erwartet. Unter dem Strich machte SAP mit 2,21 Milliarden Euro gut ein Viertel mehr Gewinn als ein Jahr zuvor.
Laut CEO Christian Klein spiegelt das Ergebnis den Erfolg der Strategie rund um das Konzept der "Autonomous Enterprise" wider. Künstliche Intelligenz und die SAP Business Data Cloud fanden sich demnach im abgelaufenen Quartal in der überwiegenden Mehrheit der grossen Kundenabschlüsse wieder, was die hohe Nachfrage nach integrierten KI-Geschäftsprozessen beweist. Finanzchef Dominik Asam verwies zudem auf einen robusten freien Cashflow trotz eines weiterhin anspruchsvollen makroökonomischen Umfelds.
Im Zuge des Q2-Berichts haben die Walldorfer auch detaillierte Prognosen für das Gesamtjahr 2026 vorgelegt und dabei das Profitabilitätsziel leicht gesenkt, während die Umsatzziele bestätigt wurden. Der wesentliche Grund für die Anpassung des Betriebsergebnisses sind die im Juli abgeschlossenen Übernahmen der KI- und Datenfirmen Dremio und Prior Labs, die im zweiten Halbjahr zu einer Gewinnverwässerung von schätzungsweise über 100 Millionen Euro führen.
Im Ausblick auf das Gesamtjahr erwartet SAP nun ein währungsbereinigtes Wachstum von 13 bis 17 Prozent (zuvor wurden 14 bis 18 Prozent angestrebt). Dies entspricht einem bereinigten Betriebsergebnis von 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro. Die Erlöse im Cloud-Segment sollen dabei währungsbereinigt weiterhin um 23 bis 25 Prozent auf 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro zulegen.
