Die international tätige Software- und Cloud-Dienstleisterin Softwareone forciert die im Dezember angekündigte Übernahme des norwegischen IT-Beraters Crayon und bekräftigt die Absicht, eine Zweitkotierung an der Euronext Oslo Børs zu beantragen.
Möglich ist dieser Schritt, da die eidgenössische Finanzmarktaufsicht die norwegische Börse als ausländischen Handelsplatz zugelassen hat. Der Weg für eine Zweitkotierung in Norwegen sei damit geebnet, teilt der Konzern mit Hauptsitz in Stans im Kanton Nidwalden mit. Wobei diese Zweitkotierung im Zusammenhang mit dem Angebot für die Übernahme der Crayon Group zu sehen ist. Die Crayon-Aktionäre, welche ihre Aktien andienen, erhalten damit Aktien, welche an der Börse in Oslo gehandelt werden. Softwareone sieht in der Zweitkotierung einen zentralen Schritt, um die beiden Firmen zusammenzuführen.
Die Innerschweizer hatten die Übernahme von Crayon im Dezember für mehr als eine Milliarde Franken bekanntgegeben. Zur Finanzierung des Deals will Softwareone bis zu 72 Millionen neue Aktien schaffen, was rund einem Drittel des gesamten neuen Aktienkapitals entsprechen würde. Zudem plant das Unternehmen eine Überbrückungsfinanzierung in Höhe von rund 700 Millionen Franken, um die Barkomponente des Angebots abzudecken und bestehende Schulden von Crayon zu refinanzieren. Das Management der Stanser rechnet damit, dass der Zusammenschluss bereits bis Juni in trockenen Tüchern sein soll. Das fusionierte Unternehmen käme auf einen gemeinsamen Umsatz von 1,6 Milliarden Franken und auf eine Präsenzt in 70 Ländern. Rund 13'000 Mitarbeitende sollen dann auf der Lohnliste des IT-Dienstleisters stehen.
