Element: Roboter von Aigen beim Jäten von Unkraut auf einem Feld (Foto: aigen.io)

Der Agrarroboter-Hersteller Aigen hat mit "Element" einen solarbetriebenen Roboter entwickelt, der Unkraut jätet und später auch Erträge wie Baumwolle, Tomaten und Zuckerrüben erntet. Laut dem Hersteller spare dies Landwirten Geld und schone darüber hinaus die Umwelt. Zudem ersetze die Maschine Herbizide, die Unkräuter ohnehin nicht mehr so effektiv bekämpften, weil sich auch hier Resistenzen bemerkbar machen.

"Keiner der Landwirte, mit denen wir gesprochen haben, hat gesagt, dass er Chemikalien liebt. Sie verwenden sie, weil sie derzeit unverzichtbar sind. Mit unserem Roboter schaffen wir eine Alternative", so Aigen-Chef Kenny Lee. Die Lösung habe zudem den Vorteil, dass sie auch bei grosser Hitze funktioniere, im Gegensatz zu Menschen. Unbeirrt drehte "Element" bei einem Feldtest bei mehr als 30 Grad seine Runden auf einem Feld in der kalifornischen Stadt Los Banos.

Aigen-Mitbegründer und CTO Richard Wurden begann mit der Entwicklung des Roboters, nachdem Verwandte, die in Minnesota Landwirtschaft betreiben, ihm erzählt hatten, dass der Kampf gegen das Unkraut eine schwere Last sei. "Ich bin fest davon überzeugt, dass dies das Wichtigste ist, was wir für die Gesundheit der Menschen tun können", zeigt sich Wurden von seiner Innovation überzeugt.

Kameras weisen "Element" den Weg durch die Pflanzen auf den Feldern. Mit seinen Armen, an denen Klingen befestigt sind, schneidet er die Pflanzen ab, die das Wachstum der Feldfrüchte beeinträchtigen. Er erkennt sie, weil seine Bildverarbeitung, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert, zuvor trainiert worden ist. Auch bei der Ernte mischt KI mit. Sie sagt dem Roboter, welche Früchte erntereif sind, sodass er sie behutsam einsammeln kann.