Logobild: Telegram

Der vor zwei Wochen in Frankreich verhaftete und gegen eine Millionen-Kaution wieder freigelassene Telegram-Chef Pawel Durow hat erste Änderungen auf seiner Kurzmitteilungs-App angekündigt. "Obwohl 99,999 Prozent der Telegram-Nutzer nichts mit Kriminalität zu tun haben, schaffen die restlichen 0,001 Prozent, die in illegale Aktivitäten verwickelt sind, ein schlechtes Bild für die gesamte Plattform", schrieb aus Russland stammende Unternehmer auf seiner Plattform.

Dies gefährde die Interessen der fast eine Milliarde Telegram-Nutzerinnen und -Nutzer. "Deshalb sind wir in diesem Jahr entschlossen, die Moderation auf Telegram von einem Kritikpunkt zu einem Lob zu machen," betonte Durow. Auch das wenig genutzte Feature "Leute in der Nähe" entfernt, das Probleme mit Bots und Betrügern gehabt habe, habe man aus dem Mikroblogging-Dienst entfernt. Stattdessen werde es zukünftig rechtmässige, verifizierte Geschäfte und Dienstleistungen in der Nähe der Nutzer hervorheben.

Pawel Durow hatte gestern in seiner ersten öffentlichen Äusserung seit seiner Festnahme die Vorwürfe gegen seinen Kurzmitteilungsdienst zurückgewiesen. Dieser sei kein "anarchistisches Paradies", tat er kund.

Pawel Durow im Jahre 2013 in Berlin (Bild: Techcrunch/CC BY-SA 2.0)
Pawel Durow im Jahre 2013 in Berlin (Bild: Techcrunch/CC BY-SA 2.0)