Symbolbild: Pixabay/Vicki Hamilton

Die US-Regierung hat ein neues nationales KI-Rahmenwerk (Framework) vorgestellt. Es zielt darauf ab, einheitliche Sicherheitsstandards zu schaffen, während gleichzeitig die Regulierungsbefugnisse der einzelnen Bundesstaaten eingeschränkt werden sollen. Das übergeordnete Ziel sei es Medienberichten zufolge, die amerikanische Führungsrolle im KI-Wettlauf zu festigen und Innovationen durch eine "minimal belastende" Regulierung zu fördern.

Das Rahmenwerk soll unter anderem verhindern, dass einzelne Bundesstaaten (wie Kalifornien oder New York) eigene, strenge KI-Gesetze erlassen, die zu einem "Flickenteppich" führten. Zudem soll es weniger staatliche Kontrolle geben ("Light-Touch"-Ansatz, um die KI-Entwicklung nicht zu bremsen. Dies beinhaltet die Überarbeitung oder Aufhebung früherer (unter Biden geschaffener) Regelungen.

Trotz des lockeren Ansatzes nennt das Rahmenwerk Schutzmechanismen für Kinder im Internet, den Schutz vor KI-gestütztem Betrug und die Sicherung von Urheberrechten.

Was Infrastrukturen anbelangt, so sollen Genehmigungsverfahren für KI-Datenzentren beschleunigt werden, um den enormen Energiebedarf zu decken. Auch sollen Maßssnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass KI-Systeme für "politische Zensur" oder ideologische Voreingenommenheit genutzt werden ("Anti-Woke"-KI).

Das neue Rahmenwerk ist eine Reaktion auf die Executive Order "Ensuring a National Policy Framework for Artificial Intelligence" vom Dezember 2025, die wiederum frühere, als hinderlich empfundene Regulierungen aus der Biden-Ära (Executive Order 14110) revidierte.

Während die EU mit dem EU AI Act einen eher regulierenden, risikobasierten Ansatz verfolgt, setzt die US-Regierung auf eine Strategie, die regulatorische Hürden minimiert, um die wirtschaftliche und technologische Dominanz gegenüber China zu sichern.