Im ersten Halbjahr des aktuell laufenden Fiskaljahres 2025/26 ist es dem britischen Telekommunikationsriesen Vodafone gelungen, im Vergleich zur selben Vorjahresperiode sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn zuzulegen. Vodafone konnte dabei von einem besseren Deutschland-Geschäft sowie der Übernahme des britischen Mobilfunkanbieters Three profitieren. Für das laufende Jahr zeigen sich die Briten nun optimistischer.
Das Management rund um Konzernchefin Margherita Della Valle geht nun von einem bereinigten operativen Ergebnis (EbitdaAL) am oberen Ende der ausgegebenen Spanne von 11,3 bis 11,6 Milliarden Euro aus. An der Börse kamen die Zahlen und etwas positivere Sicht auf den operativen Gewinn gut an und stieg zunächst um 6 Prozent nach oben.
Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr in den ersten sechs Monaten um 7,3 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen wissen lässt und entspricht damit in etwa den Erwartungen der Analysten. Der Service-Umsatz kletterte um 8,1 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe, wäre der Service-Umsatz um 5,7 Prozent gewachsen.
In Deutschland lief das Geschäft zuletzt wieder etwas besser. Zwar war der Service-Umsatz auf Halbjahressicht um 1,4 Prozent rückläufig; im zweiten Quartal stieg er jedoch um 0,5 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Das war das erste Plus seit sechs Quartalen, wie es von den Düsseldorfern hiess. Im Mobilfunk-Business erhielt Vodafone durch die Bereitstellung der Netze für den Partner 1&1 - mit entsprechenden Einnahmen. Rund 11 Millionen 1&1-Kunden seien nun im Vodafone-Netz, so Deutschland-Chef Marcel de Groot. Bei Breitbandinternet-Zugängen ging die Zahl der Kunden im Zeitraum Juli bis September etwas zurück.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und nach Leasingkosten (EbitdaAL) verbesserte sich auf Konzernebene um 5,9 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Organisch gesehen lag das Plus bei 6,8 Prozent.
