Souveräne KI braucht mehr als europäische Server

Symbolbild: Markus Winkler auf Unsplash.com

Viele Unternehmen beschäftigen sich derzeit intensiv mit digitaler Souveränität und setzen dabei auf europäische Cloud-Infrastrukturen, Rechenzentren oder KI-Modelle. Doch die Herkunft einer Technologie allein garantiert noch keine souveräne KI. Erst im praktischen Einsatz zeigt sich, dass Nachvollziehbarkeit, Datenqualität, klare Verantwortlichkeiten und die Kontrolle über Entscheidungen mindestens ebenso wichtig sind wie der Standort der Infrastruktur. Wer KI-Systeme nicht verstehen, überprüfen und steuern kann, bleibt trotz europäischer Technologie von ihnen abhängig.

Sovereignty-First: Compliance frisst Cloud-First zum Frühstück

Symbolbild: Markus Winkler auf Unsplash.com

Lange galt Cloud-First als unumstrittenes Leitprinzip moderner IT-Strategie. Wer skalieren wollte, zog in die Cloud – schnell, flexibel und vermeintlich günstig. Doch 2026 reicht dieses Prinzip nicht mehr aus. Regulatorische Anforderungen, geopolitische Verschiebungen und der breite Einsatz von KI in geschäftskritischen Prozessen haben die Spielregeln fundamental verändert.

Wie Cloud-Souveränität Schweizer Unternehmen verändert

Symbolbild: Pixabay/Brian Penny

Unternehmen durchlaufen einen grundlegenden Wandel in ihrer Cloud-Strategie – Souveränität wird zunehmend zum zentralen Erfolgsfaktor. Dabei rücken Effizienz, verantwortungsbewusster Umgang mit Daten und Vertrauen in den Fokus. Zudem bereiten sich Unternehmen intensiv auf die Integration von Agentic AI, um wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben. 86 Prozent der von PWC für den aktuellen "Emea Cloud Business Survey 2025" Befragten sehen den Einsatz dieser Technologien als entscheidenden Faktor bei der Wahl ihres Cloud-Anbieters.

Leitlinien für die digitale Souveränität in der schweizerischen Bundesverwaltung

Digitale Souveränität (Symbolbild: Pixabay/Geralt)

Die digitale Transformation soll die Verwaltungsarbeit in der Schweiz erleichtern und beschleunigen, wobei sie allerdings auch zu Abhängigkeiten von Technologien und Anbietern führt. Um diesen Risiken bei der Bundesverwaltung zu begegnen, hat der Delegierte des Bundesrates für digitale Transformation und IKT-Lenkung, nach Beratung mit dem Digitalisierungsrat Bund, Leitlinien erlassen, die den Umgang mit digitaler Souveränität in der Bundesverwaltung festlegen sollen.

Bundesrat verabschiedet Bericht zur Digitalen Souveränität der Schweiz

Symbolbild: Pixabay/Geralt

An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat den Bericht "Digitale Souveränität der Schweiz" gutgeheissen. Der Bericht definiert die digitale Souveränität für die Schweiz. Er führt aus, wie diese ausgestaltet sein muss, damit der Staat seine Aufgaben auch im digitalen Raum erfüllen kann und schlägt Massnahmen vor, um die digitale Souveränität weiter zu stärken. Um sicherheits- und aussenpolitische Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf digitale Ressourcen antizipieren zu können, setzt der Bundesrat eine interdepartementale Arbeitsgruppe ein.

Unternehmen sehen digitale Souveränität den Bach runter gehen

Welt 2.0: Vor allem Großunternehmen fühlen sich nicht digital souverän (Bild: geralt, pixabay.com)

In Deutschland fühlen sich 60 Prozent der kleinen Unternehmen in der Informationswirtschaft bis 19 Beschäftigte sehr abhängig von nicht-europäischen Anbietern oder Partnern. Laut einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) beträgt dieser Wert bei den mittleren Firmen (20 bis 99 Beschäftigte) 66 Prozent und bei Grossunternehmen sogar 74 Prozent.

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