"Impfung" hilft beim Erkennen von Fake News

Alles Fake: Gegen Falschnachrichten helfen Debunking-Vdeos (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Mit einer Art "Impfung" lassen sich Menschen vor Falschinformationen schützen, in Massen jedenfalls. Forscher der University of Kent, des chinesischen KI-Unternehmens Beijing Moonshot AI Technology, des Technologie-Inkubators Google Jigsaw LLC und der University of Cambridge sensibilisieren sie mit dem sogenannten "Debunking". Damit werden sie darauf vorbereitet, manipulative und irreführende Inhalte zu erkennen.

Desinformation kostet pro Jahr 417 Milliarden Dollar

Fake News: Problematik durch KI verschärft (Bild: pixabay.com, memyselfaneye)

Laut einer Studie des Technologie-Anbieters Sopra Steria beliefen sich die weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen von Desinformation 2024 auf rund 417 Mrd. US-Dollar. Die Auswirkungen zeigen sich in Form von finanziellen, sozialen und politischen Kosten und betreffen Unternehmen, Märkte und öffentliche Einrichtungen, heisst es.

Vier Gruppen anfällig für Falschinformationen

Fake News: Sind selbst für Profis immer schwerer zu erkennen (Bild: Memyselfaneye, pixabay.com)

Menschen unter 28 Jahren, weniger Gebildeten, Konservativen und Frauen fällt es am schwersten, echte Nachrichten von Fake News zu unterscheiden. Das zeigt eine globale Studie von Forschern der University of British Columbia (UBC) und der University of Cambridge mit mehr als 66.000 Teilnehmern. Doch auch jene, die nicht zu diesen Gruppen zählen, sind nicht dagegen gefeit. "Egal, wer man ist und egal, was man zu wissen glaubt: Niemand von uns ist immun gegen Fehlinformationen", so UBC-Forscher Friedrich Götz.

Fake News: US-Bürger wollen Pflicht für Betreiber

Fragezeichen: Staat soll sich laut Studie bei Fake News raushalten (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Die meisten US-Bürger sehen die Plattformen und nicht den Staat bei der Eindämmung von Fake News im Internet in der Pflicht. Das zeigt eine Umfrage der Boston University (BU). Anlass der Untersuchung war die Tatsache, dass sich der Oberste Gerichtshof der USA gerade darauf vorbereitet, zu entscheiden, wie weit Bundesbehörden bei der Bekämpfung von Fehlinformationen im Internet gehen dürfen.

Fake News in Krisen nicht automatisch geglaubt

Internetsuche - Viele Menschen misstrauen instinktiv Fake News (Foto: pixabay.com, Tumisu)

Laut einer neuen Studie der Cornell University schenken Menschen in aktuellen Krisenlagen, wie beispielsweise Corona mit vielen Betroffenen und auch Einsätzen von Medizinern und Forschern, akkuraten Suchergebnissen mehr Vertrauen. Die Wissenschaftler haben sich das Suchverhalten von Menschen im Internet zu Infos über das Corona-Virus angesehen. Details sind in den "Scientific Reports" nachzulesen.

EU leitet Verfahren gegen Meta wegen Verbreitung von Falschmeldungen ein

EU ermittelt gegen Meta (Bild: Pixabay/Artapixel)

Die EU-Kommission hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Mutterkonzern von Facebook und Instagram eröffnet, da sie den Verdacht hegt, dass Meta zu wenig gegen die Verbreitung von Falschinformationen auf seinen Social-Media-Plattformen unternimmt. Konkret wolle die Kommision untersuchen, ob Meta im Umgang mit politischer Werbung europäische Regeln verletze, ist einer Mitteilung aus Brüssel zu entnehmen.

Game macht Fake News spielerisch erkennbar

Achtung Fake News: Computerspiel schärft die Sinne für Desinformation (Bild: NoName_13, pixabay.com)

Das Game "Bad News" von Forschern der Universität Uppsala hilft Schülern der Sekundarstufe II bei der Unterscheidung zwischen wahrheitsgemässen Nachrichten und Fake News. Die 516 Teilnehmer der Studie spielten einzeln, zu zweit oder in der ganzen Klasse mit einer gemeinsamen Punktekarte. Alle drei Methoden hatten positive Auswirkungen. Das überraschte die Forscher, die davon ausgingen, dass die Schüler mehr lernen würden, wenn sie gemeinsam am Computer arbeiten.

Seiten

Fake News abonnieren