Fachkräftemangel beschert IT- und Finanzexperten höhere Löhne

Symbolbild: Pixabay/ Mohamed Hassan

Fachkräftemangel und hohe Wechselbereitschaft prägen auch im kommenden Jahr den Schweizer Arbeitsmarkt. Der Konkurrenzkampf der Unternehmen um die besten Köpfe steigt. Besonders Experten aus der Finance- und IT-Branche können daher entspannt auf das nächste Jahr blicken und mit Lohnanstiegen rechnen. Das zeigt die neue Gehaltsübersicht des Personaldienstleisters Robert Half.

Nachfrage nach IT-Fachkräften steigt weiter an

Grafik Hays

Viele Unternehmen bekunden nach wie vor grosse Mühe, geeignete IT-Spezialisten zu finden. Manchmal liegt es daran, dass man sich nicht konsequent genug von alten Denkmustern verabschiedet hat. Der von Hays aktuell publizierte Fachkräfte-Index für die erste Jahreshälfte 2019 zeigt einen über die letzten Jahre kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage nach IT-Fachkräften. Das gilt für alle Spezialisierungen, auch wenn die Nachfrage nach bestimmten Qualifizierungen leicht schwankt.

Lohnstagnation verschärft Fachkräftemangel

Symbolbild: Pixabay/ Geralt

Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen steigen die Löhne nicht, was für Ökonomen unerklärlich ist. KI und Globalisierung können durch die Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt unverhältnismässig hohe Auswirkungen auf Jobs für Frauen haben. Insgesamt dokumentiert die achte Ausgabe des "Hays Global Skills Index" eine weltweite Lohnstagnation.

Stellenbewerbung via Sprachassistent bei McDonald's

Bild: McDonald

Bei McDonald’s soll man in den USA Bewerbungsvorgänge künftig mit Amazons digitalem Sprachassistenten Alexa sowie dem Pendant von Google in die Wege leiten können. Das Programm läuft unter dem Projektnamen "Apply Thru", angelehnt an des "Drive Thru" der Fastfood-Kette. Jedoch läuft nicht der ganze Prozess über die Sprachassistenten ab. Die Bewerber beantworten den Sprachassistenten erst einige Fragen, bekommen dann aber einen Link zugeschickt. Die Bewerbung muss in der Folge auf einem Computer oder Smartphone abgeschlossen werden.

IT-Saläre steigen vor allem in den Ballungszentren

Symbolbild: Archiv

Im Vergleich zu anderen Branchen sind die Löhne in der ICT-Branche seit vielen Jahren konstant höher. Zwar ist das durchschnittliche Salär bei einer Neueinstellung von 115'000 Franken im letzten Jahr auf nunmehr 114'400 Franken leicht gesunken, jedoch ist der Durchschnittslohn im Gesamtschnitt von 123'000 Franken im Vorjahr auf heute 124'000 Franken angestiegen. Vor allem die Saläre für Spezialisten in Ballungszentren legen kräftig zu. Überdurchschnittlich haben die Löhne gemäss SwissICT-Studie ausserdem in der Region Basel zugenommen.

Bessere Regeneration durch Auszeit vom Smartphone

Ohne Handy wäre der Erholungswert höher (Symbolbild: Bruno Gomiero/ Unsplash)

Das Smartphone ist im Privaten wie im Job ständiger Begleiter. Dabei klagen viele Menschen über die permanente Erreichbarkeit, Ablenkung oder Konzentrationsmangel. Eine Studie der International School of Management (ISM) zeigt, dass sich bewusste Auszeiten vom Smartphone positiv auf die psychische Erholung auswirken. Bei regelmässigen Pausen nimmt das Verlangen nach dem Smartphone ab, das Abschalten von der Arbeit gelingt besser und es fällt einem leichter zu regenerieren.

Internet macht Jobsuche doch nicht leichter

Online-Angebot: bringt Bewerbern wenig (Foto: www_darkworkx_de, pixabay.com)

Das Internet bietet zwar mehr Zugang zu Informationen wie Stellenausschreibungen, doch davon haben viele Arbeitssuchende nur wenig, wie eine Studie der North Carolina State University (NC State) zeigt. "Wir haben festgestellt, dass der Zugang zu Informationen für viele Leute keinen Zugang zu Chancen bedeutet", erklärt Erstautor Steve McDonald. Gut bezahlte Jobs gehen nämlich oft an gezielt ausgesuchte Kandidaten, die gar nicht auf der Suche waren, während Ausschreibungen im Niedriglohn-Bereich immer mehr zu "schwarzen Löchern" werden, bei denen Bewerber gar kein Feedback bekommen.

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