Exotische Magnetzustände in kleinster Dimension

Schematische Darstellung einer Triangulen-Quantenspinkette, die auf einer Goldoberfläche mit der scharfen Spitze eines Rastertunnelmikroskops untersucht wird (© Empa)

Unter der Leitung der Empa und des International Iberian Nanotechnology Laboratory gelang es einem internationalen Forscherteam erstmals, Quanten-Spinketten aus Kohlenstoff zu bauen. Mittels Rastertunnelmikroskopie lieferten sie experimentelle Beweise für eines der wichtigsten Modelle des Quantenmagnetismus: die Haldane-Phase, erstmals 1983 vorhergesagt von F.D.M. Haldane, einem der drei Träger des Physik-Nobelpreises 2016.

DLR in Ulm nimmt Arbeit auf

Symbolbild:Adobe Stock

Das neue Institut für Quantentechnologien des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Ulm hat offiziell seine Arbeit aufgenommen. Es soll in den kommenden Jahren eine massgebliche Rolle bei der Entwicklung eines konkurrenzfähigen Quantencomputers aus Deutschland spielen. Mit der Eröffnung des Instituts hebe man ein echtes Leuchtturmprojekt aus der Taufe, lobte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben den Angaben zufolge mit 14,4 Millionen Euro.

ETH Zürich und PSI lancieren gemeinsames Zentrum für Quantencomputer

Im neuen Hub wird die Quantenwelt erforscht (Symbolbild:Adobe Stock)

Die ETH Zürich und das Paul Scherrer Institut (PSI) gründen ein gemeinsames Zentrum für die Entwicklung von Quantencomputern. Die ETH stellt dafür 32 Millionen Franken zur Verfügung. Am "Quantum Computing Hub" sollen rund 30 Wissenschafter arbeiten. An der ETH verfügen Forschende derzeit über Quantenrechner, die mit bis zu 17 Quantenbits, sogenannten Qubits, arbeiten. Sollen Quantencomputer dereinst ihr volles Potenzial ausspielen können, braucht es dazu jedoch Rechner mit tausenden, wenn nicht gar Hunderttausenden Qubits, wie die Hochschule mitteilte.

ETH Zürich will Quantenforschung massiv ausbauen

Die ETH Zürich plant auf dem Campus Hönggerberg ein hochspezialisiertes Physiklaborgebäude. (Visualisierung: Ilg Santer Architekten / ETH Zürich)

Die ETH Zürich will ihre Stellung im Bereich Quantenforschung weiter ausbauen. Sie plant deshalb auf dem Campus Hönggerberg ein hochspezialisiertes Physiklaborgebäude. Eine 40 Millionen Franken schwere Donation von ETH-​Alumnus, ETH-​Ehrenrat und Amag-Eigentümer Martin Haefner soll das Vorhaben nun den entscheidenden Schritt weiterbringen.

Fujitsu und TC3 laden zu Quantencomputing-basiertem Contest

Bild: Fujitsu

Die aus Entwicklern und Wissenschaftlern bestehende Community "Topcoder" beschäftigt sich schwerpunktmässig mit Datenanalyse und Digitalisierung und zählt mittlerweile rund 1,4 Millionen Mitglieder. Fujitsu hat nun zusammen mit dem japanischen Provider TC3 K.K., der zu grossen Teilen hinter Topcoder steht, einen Contest für diese Community ins Leben gerufen, der allen Interssierten den Zugang zum Quantencomputing-inspirierten Digital Annealer von Fujitsu ermöglicht.

Gelungener Testversuch für abhörsicheres Quantennetzwerk

Symbolbild: ictk

Ein entscheidender Schritt zur abhörsicheren Kommunikation im Internet ist offenbar österreichischen Wissenschaftlern gelungen. Ein Forscherteam um Rupert Ursin vom Wiener Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften konnte demnach erstmals vier Teilnehmer in einem Netzwerk mit Quantenverschlüsselung so miteinander verbinden, dass jeder mit jedem abhörsicher kommunizieren konnte.

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