EPFL: KI ermöglicht ein Who is Who der Braunbären in Alaska

KI erkennt Bären in freier Wildbahn (Bild: zVg/ CC BY-SA)

Ein Forschungsteam der EPFL und der Alaska Pacific University hat ein KI-Programm entwickelt, das einzelne Bären in freier Wildbahn erkennen kann und dies trotz erheblicher Veränderungen ihres Erscheinungsbilds im Verlauf der Saison. Dieses Programm birgt Potenzial für Forschung, Management und Naturschutz.

KI-Schwärme drohen Demokratie zu untergraben

Kevin Leyton-Brown: Computerwissenschaftler warnt vor künftigen KI-Schwärmen (Foto: ubc.ca)

Eine neue Art von KI-gesteuerten virtuellen Persönlichkeiten übt keine Gewalt aus, protestiert auch nicht vermummt auf den Strassen, könnte aber dennoch zu einer grossen Bedrohung für die Demokratie werden. Davor warnt Kevin Leyton-Brown von der University of British Columbia. Er sieht schon ganze Schwärme von KI-Persönlichkeiten, die Menschen so gut nachahmen, dass sie Online-Communitys infiltrieren, Gespräche steuern und Wahlen beeinflussen - und das mit maschinellem Speed.

Frauenhass im Internet bleibt weitverbreitet

Hass: Forscher sehen kulturelle Entgleisungen gegenüber Frauen (Bild: pixabay.com, Viarami)

Eine Studie unter Beteiligung der University of Manchester zeigt eine allgegenwärtige Kultur des Frauenhasses sowie Online-Gewalt gegen Frauen im Sport. Geschlecht, Herkunft und Online-Missbrauch überschneiden sich demnach und weden durch soziale Medien verstärkt, heisst es. Die Experten fordern stärkere Richtlinien und Massnahmen zur Rechenschaftspflicht.

KI macht Extremwetterwarnung noch präziser

Lokales Unwetter: Ereignisse wie diese lassen sich früher vorhersagen (Foto: Tony Wu, pixabay.com)

Ein neues KI-Modell von Forschern der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST) prognostiziert lokale Unwetter, die oft zu verheerenden Überschwemmungen führen, bis zu vier Stunden im Voraus. Damit wollen die Entwickler Katastrophen durch Extremwetter verhindern, die wegen des Klimawandels immer öfter auftreten, beispielsweise die in Hongkong "Black Rainstorm" genannten Unwetter, bei denen in einer Stunde 70 Millimeter Regen fallen können.

Dünne Faser beherbergt bald einen Computer

Flexibler Faser-Chip auf Fingerkuppe: Anwendungspalette ist schier unbegrenzt (Foto: fudan.edu.cn)

Ein Team der Fudan-Universität hat komplexe elektronische Schaltkreise in dünne, flexible Fasern integriert. Diese bahnbrechende Entwicklung, die die Forscher als "Faserchip" bezeichnen, ermöglicht es Textilien, Informationen wie ein Computer zu verarbeiten. Gleichzeitig sind sie weich, dehnbar und lassen sich verbiegen, ohne Schaden zu nehmen, sodass sie sich in Alltagskleidung einarbeiten lassen.

Künstliche Intelligenz wird nicht zur Übermacht

KI: Menschen sitzen laut Forscher am längeren Hebel (Bild: Tomislav Jakupec, pixabay.com)

KI-Bots wie ChatGPT und Co werden teilweise masslos überschätzt, so Forscher des Georgia Institute of Technology. "Informatiker können die sozialen und politischen Auswirkungen von Technologie oft nicht richtig einschätzen. Sie konzentrieren sich so sehr auf die Mechanismen der KI und sind von deren Erfolg so überwältigt, dass sie nicht in der Lage sind, sie in einen sozialen und historischen Kontext zu stellen", sagt Studienautor Milton Mueller.

Irreführende Texte können autonome Fahrzeuge aus dem Konzept bringen

Gefährlicher Text: Drohnen, Autos, Roboter und Co sind gefährdet (Illustration: ucsc.edu)

Textbotschaften, die vermeintliche Witzbolde oder Menschen, die Böses wollen, an Strassen platzieren, können autonome Fahrzeuge so verwirren, dass sie unsinnige oder gefährliche Manöver ausführen. Diese Gefahr haben Alvaro Cardenas und Cihang Xie von der University of California Santa Cruz erkannt und plädieren für die Entwicklung entsprechender Gegenmassnahmen.

Künstliche Intelligenz beseitigt Sprechprobleme

Sprechendes Halsband: Hoffnung für Schlaganfallpatienten (Foto: occhipintigroup.com)

Mit dem intelligenten elektronischen Halsband "Revoice" von Forschern der University of Cambridge können sich Menschen mit Sprechproblemen, etwa nach einem Schlaganfall, wieder klar artikulieren. Das Gerät erfasst die Herzfrequenz und winzige Vibrationen der Halsmuskulatur des Trägers und nutzt diese Signale, um beabsichtigte Wörter und Sätze in Echtzeit zu rekonstruieren. Wann das Gerät auf den Markt kommt, ist noch offen.

Unbrennbare und langlebige Batterien bald in Reichweite

Künstlerische Darstellung des neuen Beschichtungsprozesses (Illustration: Chaoyang Zhao)

Lithium-Metall-Batterien, die viel Energie speichern und vor allem viele Jahre lang ihren Dienst versehen, sind laut Wendy Gu von der Stanford University bald in Reichweite. Sie hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die Selbstzerstörung des Stromspeichers verhindern lässt, die normalerweise nach kurzem Gebrauch durch Mikrorisse im Festkörperelektrolyten beginnt. Die Forscher haben eine nanometerdicke Schicht aus Silberatomen aufgetragen.

Technologie liest künftig alles aus der Stimme

Tom Bäckström: Ein Redner verrät mehr über sich als er will (Foto: Mikko Raskinen, aalto.fi)

Forscher der Aalto-Universität um Tom Bäckström nutzen Technologie zur Stimmanalyse. "Die Art, wie ein Mensch spricht, beinhaltet viele Infos über dessen Gesundheit, seinen kulturellen Hintergrund, seinen Bildungsstand und mehr. Diese Infos werden mit der Sprache übertragen, auch wenn die Menschen sich dessen nicht bewusst sind. Subtile Muster in der Intonation oder der Wortwahl können Aufschluss über ihre politischen Präferenzen geben, während Atmung und Stimmlage mit bestimmten Gesundheitszuständen korrelieren können", so Bäckström.

Seiten

Forschung abonnieren