ETH-Forschende entwickeln den schnellstmöglichen Fluss-Algorithmus

Symbolbild:AdobeStock

Rasmus Kyng hat den fast perfekten Algorithmus geschrieben. Dieser berechnet für Netzwerke jeglicher Art den maximalen Transportfluss mit minimalen Kosten – sei es Schiene, Strasse oder Strom – und zwar so superschnell wie das mathematisch nicht mehr zu übertreffen ist.

Microtargeting: Marketing-KI gerät an Grenzen

KI-Forscherin Helen Margetts: Generative KI hat ihre Grenzen (Foto: ox.ac.uk)

Helen Margetts von der University of Oxford und ihre Doktorandin Kobi Hackenburg haben eine massgeschneiderte Web-Marketing-Anwendung auf KI-Basis entwickelt, die demografische und politische Daten in Echtzeit in grosse Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT integriert. Damit generiert der Microtargeting-Algorithmus Tausende einzigartige Botschaften, die auf die Überzeugungen der Nutzer zugeschnitten sind. Den Forschern nach sind die Ergebnisse überzeugend, aber nicht perfekt.

KI diagnostiziert Alzheimer durch Stimmprobe

Stimme eines Mensychen gibt Hinweise auf Alzheimer-Gefahr (Bild: bu.edu)

Eine neue KI-Software erkennt anhand der Stimme eines Menschen Alzheimer sechs Jahre früher als bisher und das mit einer Wahrscheinlichkeit von 78,5 Prozent. Die Sprachmustererkennung haben Forscher der Boston University (BU) entwickelt. Das gibt Ärzten die Möglichkeit, frühzeitig zu reagieren und den Ausbruch der Krankheit möglicherweise zu verzögern.

Hirn kann natürliche Stimmen von Deepfake-Stimmen unterscheiden

Ein Forschungsteam an der Universität Zürich hat nun herausgefunden, dass das Gehirn auf Deepfake-Stimmen anders reagiert. (Bild: Istock.com/ArtemisDiana)

Laut Forschenden der Universität Zürich kann das Gehirn beim Verarbeiten von natürlichen Stimmen im Vergleich zu ihren Deepfake-Imitationen Unterschiede erkennen. In einer Studie haben die Wissenschaftler zwei Hirnareale identifiziert, die differenziert auf die akustischen Signale reagieren.

KI könnte Menschen bei Einsamkeit helfen

Einsamkeit: Psyche und Körper leiden (Foto: pixabay.com, Manuel Alvarez)

KI-Technologie könnte einsamen Menschen inmitten einer internationalen Pandemie der Einsamkeit Gesellschaft leisten. Zu diesem Schluss kommt Tony Prescott von der University of Sheffield in seinem neuen Buch "The Physiology of Artificial Intelligence". Laut dem Robotik-Experten können "Beziehungen" mit einer KI Menschen bei verschiedenen Arten sozialer Interaktion unterstützen. Es stehe bereits fest, dass Einsamkeit die Gesundheit von Menschen schwer beeinträchtigen kann, betont Prescott, und macht sich dafür stark, KI-Fortschritte mit einzubeziehen.

ETH-Forscher entdecken Sicherheitslücke bei AMD-​ und Intel-​Chips

Trotz spezieller Sicherheits-​Technologien gibt es bei Cloud-​Diensten Schlupflöcher in der Hardware, durch die Hacker Zugang zu sensiblen Daten erhalten können. (Bild: Adobe Stock Photo)

Öffentlich nutzbare Cloud-​Dienste sind speziell abgesichert. ETH-​Informatiker:innen haben nun eine Sicherheitslücke in den neuesten Absicherungsmechanismen von AMD-​ oder Intel-​Chips entdeckt. Betroffen davon sind grosse Cloud-​Anbieter.

KI-Forschung darf Recherche nicht ersetzen

KI: Tools können Antworten von Menschen nicht ersetzen (Foto: pixabay.com, Alexandra Koch)

Die Forschungslandschaft hat sich durch die Covid-19-Pandemie geballt in Richtung Online-Recherche umorientiert. Die Einführung von KI-Technologien, die menschliche Antworten nachahmen, hat jedoch auch zu neuen Komplexitäten geführt, die unter anderem die Authentizität der Daten untergraben können, die mittels Online-Umfragen gewonnen werden, so Patty Van Cappellen, Direktorin des Interdisciplinary Behavioral Research Center der Duke University.

Soziale Medien begünstigen Polarisierung der Gesellschaft

Social Web: Menschen werden entzweit statt verbunden (Foto: Buffik, pixabay.com)

"Soziale Medien können ein Umfeld fördern, in dem sich die psychische Gesundheit verschlechtert, politische Gräben grösser werden und Extremismus fruchtbaren Boden findet." Davor warnt Uri Gal von der University of Sydney. In den frühen 2000er-Jahren entstanden Social-Media-Firmen mit dem Versprechen, globale Konnektivität und den Aufbau von Communitys zu ermöglichen. Im Laufe der Zeit habe sich der Schwerpunkt dieser Algorithmen aufgrund von starken kommerziellen Zwängen in Richtung Werbung jedoch verschoben.

Schallbetriebene Sensoren sparen Millionen von Batterien

Der Prototyp des Schallsensors ist noch recht gross. (Bild: Astrid Robertsson / ETH Zürich)

ETH-​Forschende haben einen Sensor entwickelt, der die Energie aus Schallwellen nutzt, um elektronische Geräte zu steuern. Das könnte dereinst Millionen von Batterien einsparen. Der Sensor ist ein Metamaterial, das seine speziellen Eigenschaften durch die Strukturierung des Materials erlangt.

Weltbeste Superrechner für UNO-Ziele und globale Nachhaltigkeit

Mit dem 'Internatinoal Computation and AI Network' sollen internationale Forschungsprojekte ermöglicht werden, die einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen haben. Illustration generiert mit AI. (Bild: ETH Zürich)

Gemeinsam mit Partnern lancierten das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und die ETH Zürich am WEF 2024 in Davos das "International Computation and AI Network" (ICAIN). Ziel ist es gemäss ETH-Mitteilung, "KI-​Technologien zu entwickeln, die einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen haben, für alle verfügbar und nachhaltig sind und so dabei helfen, die globale Ungleichheit zu reduzieren".

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