EU: Google und Co müssen gegen gefälschte Nutzerkonten und Deepfakes vorgehen

Hauptquartier der Europäischen Kommission in Brüssel (© Emdee/ CC BY-SA 4.0)

Die EU will die Internet-Giganten wie Google, Facebook oder Twitter dazu verdonnern, gegen gefälschte Nutzerkonten und sogenannte Deepfakes vorzugehen. Insidern zufolge werde die EU–Kommission am kommenden Donnerstag entsprechende Ergänzungen zum Verhaltenskodex gegen Desinformation vorstellen. Der Kodex soll zudem mit dem Digital Services Act (DSA) verknüpft werden, womit den Konzernen bei einer Nichteinhaltung hohe Geldstrafen drohten, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Big Tech sollen zum Netzausbau in der EU beitragen

Symbolbild: Alexandra Koch auf Pixabay.de

Ein riesiger Teil des Datenverkehrs entsteht durch die Nutzung beliebter Internetplattformen von Konzernen wie Google, Meta und Netflix. EU-Digitalkommissarin Margrethe Vestager kündigte Anfang Mai deshalb an, dass diese möglicherweise einen Teil der Kosten für europäische Telekomnetze übernehmen sollen. Anstatt nur von den bestehenden Systemen zu profitieren, sollten sie dazu beitragen, diesen Datenverkehr zu ermöglichen.

Indien ist Rekordhalter bei Internet-Shutdowns

Rupien: Shutdowns schaden der Wirtschaft massiv (Foto: pixabax.com, F1Digitalis)

Indien hat wieder die berüchtigte Auszeichnung für die weltweit höchste Anzahl von Internet-Shutdowns erhalten. Von den 182 Internetbeschränkungen, die 2021 weltweit verzeichnet wurden, fanden 106 in Indien statt. Dies zeigen die Daten von Access Now, einer globalen Gruppe für digitale Rechte. Demnach ist es zwischen 2016 und 2021 weltweit zu 937 Fällen von Internet-Shutdowns oder Beschränkungen gekommen. 537 Mal war Indien davon betroffen.

Die Regierung Joe Biden will kostenfreies, schnelles Internet für alle US-Haushalte

Die Regierung der Vereinigten Staaten unter Joe Biden will Millionen US-Haushalten mit geringem Einkommen den Zugang zu kostenfreiem schnellem Internet ermöglichen. Schnelles Internet sei kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit, tönt es aus dem Weissen Haus in Washington. Grundlage dafür ist ein bereits laufendes staatliches Programm für erschwingliche Internet-Verbindungen (Affordable Connectivity Program/ACP), das den Netz-Anschluss bei Haushalten mit geringem Einkommen mit bis zu 30 Dollar (28,46 Euro) im Monat bezuschusst.

Jeder zweite Ami traut dem Web nicht

Internet-Services: Viele Amerikaner sehen darin keine heile Welt mehr (Foto: pixabay.com, geralt)

Gut jeder zweite US-Amerikaner würde sich aus dem Internet löschen, vorausgesetzt, das wäre möglich. 47 Prozent vertrauen dem Internet nicht. 46 Prozent sehen zudem keinen Grund dafür, dass ihr Name im Internet vorkommt. Und 42 Prozent befürchten, dass sie eines Tages gehackt werden. Das zeigt eine neue Internetnutzer-Umfrage des VPN-Anbieters NordVPN. Ein Teil der Studienteilnehmer ging noch weiter. 18 Prozent wünschen sich, dass es kein Internet gebe und acht Prozent nutzen es erst gar nicht. An der Umfrage haben 1.002 Personen teilgenommen.

Internetverkehr Russlands wird umgeroutet

Neben Lumen trennt auch Cogent seine Grosskunden in Russland ab (Bild: Cogent)

Nach dem Mediensektor und der Börse treffen die Sanktionen des Westens die russische IT-Branche nun mit voller Wucht. Mit Cogent und Lumen sind zwei der führenden fünf internationalen Internet-Carrier gerade dabei, ihre Grosskunden in Russland nacheinander abzutrennen. Marktführer Rostelecom, alle Mobilfunkfirmen und der Internetkonzern Yandex verlieren ihre stärksten Anbindungen an die Welt.

Nach Vulkanausbruch Tonga nun wieder online

Bild: Zwei Tonga-Inseln (© Arne Müseler/CC BY-SA 3.0)

Fünf Wochen nach dem verheerenden Ausbruch des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai haben die Menschen des südpazifischen Inselstaates Tonga erstmals wieder vollen Internetzugang. Auf der Hauptinsel Tongatapu und auf der Insel ’Eua seien die Verbindungen wieder hergestellt, berichteten lokale Medien. Ein wichtiges Unterseekabel, das zur Übertragung fast aller digitalen Informationen dient und durch das Seebeben an zwei Stellen gebrochen war, sei repariert worden.

Deutschland: Online- und Versandhandel im Dezember mit Dämpfer

Dämpfer für Online-Handel in Deutschland (Bild: Fotolia/Valdis Torms)

Für den Internet- und Versandhandel gab es im Dezember 2021 einen Dämpfer: Sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Bereich ein reales Umsatzminus von 5,7 Prozent. Die Umsätze im Internet- und Versandhandel lagen dem Statistischen Bundesamt zufolge mit plus 23,7 Prozent aber weiterhin deutlich über dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Untersee-Kabel nach Tonga bei Vulkanausbruch gekappt

Symbolbild: Karlheinz Pichler

Nach dem Vulkanausbruch vor der Küste Tongas herrscht noch immer völlige Unklarheit über das Ausmass der Schäden in dem Pazifikstaat. Tonga war am Montag weiter nahezu komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Die Telefonverbindungen zum Inselarchipel sind unterbrochen, und für das unterseeische Internetkabel zeichnet sich Medienberichten zufolge ein Worst-Case-Szenario ab.

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