Nvidia arbeitet intensiv mit japanischer Robotikbranche zusammen

Nvidia-Hauptverwaltung in Santa Clara (Coolcaesar/CC BY-SA 4.0)

Der US-amerikanische KI-Chip-Gigant Nvidia kooperiert künftig intensiv mit der japanischen Robotikbranche, um die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) in der physischen Automatisierung voranzutreiben. Nvidia-Chef Jensen Huang bindet die grössten Akteure der japanischen Maschinenbau- und Robotikbranche direkt an das hauseigene KI-Ökosystem an.

"Sustainability Robotics" als neues Forschungsgebiet

Das SailMAV-System kann fliegen und anschliessend auf der Wasseroberfläche segeln. Dank der Nutzung von Windenergie lassen sich aquatische Ökosysteme besonders energieeffizient überwachen. Bild: Empa

Robotik und (physische) künstliche Intelligenz entwickeln sich rasant. Gleichzeitig verschärfen sich globale Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Ressourcenknappheit. Während sich die Robotik bislang vor allem an Kriterien wie Präzision, Geschwindigkeit und Autonomie orientierte, stellen Forschende heute eine andere, grundlegendere Frage, nämlich welche Rolle Roboter beim Aufbau einer nachhaltigen Zukunft spielen sollen.

Roboter unterstützen Exporte auf indirekte Art

Industrieroboter: Diese können die Exportfähigkeit von KMU steigern (Bild: Niran Kasri, pixabay.com)

Laut Ökonomen der Offenen Universität Kataloniens wirken sich Roboter im Mittelstand positiv auf die Produktivität aus. Dies führt allerdings nicht automatisch dazu, dass diese Unternehmen auch mehr exportieren, heisst es. Das gelinge nur KMUs, die nicht nur Roboter einsetzen, sondern auch innovativ sind. Innovationsfähigkeit lasse sie umgekehrt auch produktiver werden und könnte dabei helfen, neue Produkte zu entwickeln, die auf ausländischen Märkten wettbewerbsfähiger sind. Auch liessen sich bestehende Produkte verbessern, um den Bedürfnissen ausländischer Kunden gerecht zu werden.

Flatternder Hightech-Roboter taucht und fliegt

 Neuer Roboter von MIT und EPFL im Anflug auf das Meer (Foto: Raphael Zufferey, mit.edu)

Einen neuen Flug- und zugleich auch Tauchroboter für die Meeres- und Klimaforschung haben Ingenieure des Massachusetts Institute of Technology zusammen mit Kollegen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt. "Unser Traum ist es, dass Ozeanografen, Meeresbiologen und Mitglieder von Küstengemeinden diesen Roboter von einem Boot oder vom Ufer aus starten, und er dann nahe an das Untersuchungsgebiet heranfliegt, etwa zu einem Eisberg, einer Hafenanlage oder über eine Walschule", sagt Raphael Zufferey vom Massachusetts Institute of Technology.

Autonomer Roboter checkt Unterwasserleitung

Unterwasser-Inspektionsroboter: hier noch per Kabel gesteuert (Foto: blueyerobotics.com)

Ingenieure der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie (NTNU) haben einen autonomen Roboter in einer Tiefe von 90 Metern getestet. Dieser kann über Monate hinweg auf dem Meeresgrund bleiben und in vorgegebenen Abständen die ihm zugeteilte Infrastruktur inspizieren. Beginnt er aufgrund von Energiemangel zu schwächeln, schwimmt er zu einer Unterwasser-Ladestation, die seine Batterien wieder füllt. Gleichzeitig überspielt er seine gesammelten Daten.

Neue Robo-Schlange inspiziert Stromleitungen

Robo-Schlange auf Hochspannungsleitung: leistet bessere Wartungsarbeit (Bild: youtube.com)

In China werden die Hochspannungs-Überlandleitungen künftig von Robotern kontrolliert, die wie Schlangen aussehen, sich um die Drähte schlingen und sich daran entlanghangeln. Entwickelt worden sind sie vom Kunming Power Supply Bureau. In unmittelbarer Umgebung hat die Schlange bereits 130 Kilometer Leitungen inspiziert

Künftig ernten Maschinen empfindliche Früchte wie Erdbeeren

Sanfter Greifer: hinterlässt keine Druckstellen auf Früchten (Foto: Jennifer Shephard, wvu.edu)

Empfindliche Früchte wie etwa Erdbeeren werden künftig von Robotern geerntet, zumindest wenn es nach Forschern der West Virginia University geht. Ihr Helfer pflückt diese dank eines optischen Sensors in Kombination mit dem Tastsinn einer neuen mechanischen Hand, die überdies die Reife der Früchte prüft.

Treppen verlieren für Roboter ihren Schrecken

Ein Zusatzarm fängt Stürze des Roboters zielgerichtet auf (Illustration: sutd.edu.sg)

Selbstbewusst nähert sich der neueste Kettenroboter der Singapore University of Technology and Design (SUTD). Denn dieser "weiss", dass er sie erklimmen muss - eine der schwierigsten Aufgaben für einen Roboter. Doch anders als seine Kollegen "weiss" er auch, dass er nicht fallen kann. Seine Entwickler haben ihm ein raffiniertes Tool mit auf den Weg gegeben, mit dem er sich, wie auch immer er stürzt, abfangen und wieder stabilisieren kann, um die nächste Stufe in Angriff zu nehmen.

Wie Roboter zu OP-Assistenten werden

Beim Forschungsprojekt 'ForMeRo' arbeiten Prof. Dirk Wilheilm (r.) u. Forscher Luca Wegener zusammen (Bild: TU München)

Wie Roboter und Menschen in Zukunft bestmöglich im OP zusammenarbeiten, das haben Forschende der Technischen Universität München (TUM) und des TUM Klinikums im Forschungsprojekt "ForNeRo" untersucht. Mit einem Sensorsystem haben sie dafür die Bewegungen von Chirurginnen und Chirurgen bei Operationen analysiert und Daten aus simulierten OPs (Operationen) mit Assistenzrobotern gesammelt.

Neuartiger Roboter arbeitet nach Oktopus-Art

So arbeitet der Roboter nach Oktopus-Art (Grafik: Guangming Xie, pku.edu.cn)

Mit einem Robotergreifarm, der sowohl sensibel ist, also seine Umgebung nicht übermässig strapaziert, als auch kraftvoll zupacken kann, wollen Forscher der Universität Peking die Unterwasser-Manipulation revolutionieren. Die Anregung und Inspiration zu dieser Konstruktion haben sich die Experten beim Oktopus geholt.

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