Infineon prognostiziert Ende der Chipkrise binnen eines Jahres

Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon rechnet in den nächsten zwölf Monaten mit einem Ende der Chipkrise in der Automobilindustrie. Er gehe davon aus, dass Infineon den Bedarf gut abdecken könne, sagte Infineons Automotive-Chef Peter Schiefer der "Automobilwoche" in einem am Sonntag verbreiteten Interview. Schiefer kündigte zugleich eine deutliche Erweiterung der Produktion an.

Intel will in Ohio bis zu 100 Milliarden in neue Chipproduktion investieren

Mitten in der Chipkrise will Intel seine Produktionskapazitäten mit dem Bau einer riesigen Anlage im US-Bundesstaat Ohio erweitern. Es würden bis zu 100 Milliarden Dollar investiert, kündigte der grösste US-Chipkonzern an. Die Ankündigung ist Teil der Bemühungen von Intel-Chef Pat Gelsinger, die frühere Dominanz wiederzuerlangen und die Abhängigkeit der USA von asiatischen Herstellern wie TSMC und Samsung zu verringern.

Bytedance mit gesteigertem Umsatz aber sinkendem Wachstum

Logo: Bytedance

Der chinesische Tiktok-Eigner Bytedance ist im vergangenen Jahr Insidern zufolge langsamer gewachsen. Der Umsatz sei 2021 um 70 Prozent auf rund 58 Mrd. Dollar geklettert, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. 2020 hätten die Erlöse noch um mehr als 100 Prozent auf 34,3 Mrd. Dollar zugelegt. Bytedance war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

ASML verdoppelt nach starkem Geschäftsjahr Dividende

Der weltweite Halbleiterboom heizt die Geschäfte des Chipausrüsters ASML weiterhin kräftig an. Auf Basis der hohen Anzahl an Bestellungen und dank des hohen Auftragsbestands rechnet der Konzern mit einem anhaltend hohen Wachstum. 2021 zog der Erlös um ein Drittel an und der Gewinn um zwei Drittel, wie das niederländische EuroSTOXX 50-Schwergewicht am heutigen Mittwoch in Veldhoven mitteilte. Die Dividende wurde verdoppelt. Der Kurs der ASML-Aktie zog im frühen Handel zuletzt um 0,45 Prozent an auf 644,20 Euro.0

Audiovisueller Markt in Europa boomt dank Streaming

Streaming ist ein Umsatzbolzer (Bild: iStock/Damir Cudic)

Der audiovisuelle Markt ist in Europa gewachsen: Die Einnahmen der 100 führenden Unternehmen der Branche stiegen bis Ende 2020 um 7,7 Prozent gegenüber 2016 und damit etwas stärker als die durchschnittliche Inflation, zeigt eine Analyse der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle in Strassburg. Die Mehreinnahmen stammen allerdings zu drei Vierteln von reinen Streaminganbieter wie Netflix und Amazon, während traditionelle Akteure tendenziell stagnierten.

SAP forciert Tempo im Cloudgeschäft

Bild: SAP

Europas grösser Softwarehersteller SAP geht mit hohen Wachstumsambitionen in das neue Jahr – die Gewinne aus dem Tagesgeschäft müssen aber erst einmal weiter zurückstehen. So peilt der Konzern 2022 am oberen Ende der Prognosespanne nur ein weitgehend stabiles operatives Ergebnis an, das aber auch um bis zu fünf Prozent sinken könnte. Analysten hatten sich mehr ausgerechnet.

Halbleiter-Nachfrage lässt TSMC abheben

Logobild:TSMC/Flickr

Die hohe Nachfrage nach Halbleitern für Smartphones, Laptops und anderen technischen Geräten hat dem weltgrössten Chipauftragsfertiger TSMC zu einem Rekordgewinn verholfen. Das Nettoergebnis kletterte von Oktober bis Dezember um rund 16 Prozent auf 166,2 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet 5,29 Milliarden Euro), wie der Apple- und Qualcomm-Zulieferer am heutigen Donnerstag mitteilte. Das war mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um etwa 24 Prozent.

Teamviewer mit leichtem Plus für 2021

Sitz von Teamviewer in Göppingen (Bild: Teamviewer)

Teamviewer hat im vergangenen Jahr operativ etwas mehr Gewinn gemacht als zuletzt in Aussicht gestellt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde 2021 voraussichtlich zwischen 254 und 257 Millionen Euro liegen, teilte das M-Dax-Unternehmen am heutigen Mittwoch in Göppingen auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Das sind rund 47 Prozent Marge bezogen auf die in Rechnung gestellten Umsätze.

Gostudent nach Finanzspritze drei Milliarden Euro wert

Bild: Gostudent

Das österreichische Online-Nachhilfeunternehmen Gostudent hat sich eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von 300 Millionen Euro gesichert. Mit der Geldspritze werde das Start-up nun mit drei Milliarden Euro bewertet, teilte Gostudent am heutigen Dienstag in Wien mit. Bereits im vergangenen Juni hatte das Unternehmen 205 Millionen Euro eingesammelt und damit den Status eines "Einhorns", also einer Bewertung von über einer Milliarde Euro als nicht-börsennotiertes Unternehmen, erreicht.

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