Cybersicherheit weit mehr als nur ein Compliance-Kriterium

Cybersicherheit sollte in der Unternehmenskultur verankert sein (Symbolbild: Pixabay/'Geralt)

Im Falle eines erfolgreichen Angriffs sind die Schuldigen mitunter schnell gefunden: Eine Lücke in der Firewall, eine geöffnete Phishing-Mail oder eine übersehene Warnmeldung. Doch ein Blick in die Praxis zeigt: IT-Sicherheit scheitert nicht an Technologien oder Fehlverhalten, sondern bereits grundsätzlich an einem Mangel an Unternehmenskultur. Wenn Cybersicherheit in einer Organisation nur als eine schlecht durchgesetzte Aufgabe von anderen für andere verstanden wird, entsteht vielleicht eine oberflächliche Compliance, aber keine wirkliche Cyberresilienz.

Digitaler Zwilling wehrt Cyber-Angriffe ab

Digitaler Zwilling: deckt Cyber-Gefahren auf (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Ein digitaler Zwilling soll das Netzwerk eines Unternehmens gegen Angriffe von Cyber-Piraten immunisieren. Das ist die Idee von Forschern der University of New South Wales (UNSW) und der Queen's University Belfast. In einem realen Computer-Netzwerk, so die Überlegung, lassen sich Angriffe nicht simulieren, um zu prüfen, ob die Sicherheitsbarrieren funktionieren oder nachgebessert werden müssen. Ein digitaler Zwilling verkraftet solche Eingriffe dagegen klaglos. Und sollte etwas nachhaltig schief gehen, kann er sanft bestattet werden.

KMUs kaum vor Cyberangriffen geschützt

Symbolbild: Pixabay

Hinsichtlich der IT-Sicherheit weisen Schweizer KMUs (kleine und mittelgrosse Unternehmen) grosse Lücken auf. Dies geht aus dem "Cybersecurity Readiness Index 2025" von Cisco hervor. Diesem zufolge sind nur 1 Prozent der hiesigen KMUs optimal gegen Cyberattacken geschützt. Immerhin sind 12 Prozent Zumindest "gut" geschützt, grössere Unternehmen allerdings zu 26 Prozent - damit mehr als doppelt so viele.

Betrügerische Domains und E-Commerce-Fakes steigen massiv an

Beispiel einer gefakten italienischen Black-Friiday-Website (Bild: Check Point)

Die Cybersecurity-Spezialistin Check Point warnt vor einem deutlichen Anstieg betrügerischer Black-Friday-Domains und hochentwickelter E-Commerce-Phishing-Kampagnen, die Verbraucher und Unternehmen weltweit ins Visier nehmen. Neue Analysen zeigen demnach, dass Cyber-Kriminelle saisonale Shopping-Trends systematisch ausnutzen, um gefälschte Verkaufsseiten, Markenimitate und betrügerische Payment-Workflows zu verbreiten.

Cloudflare-Störung legt zahlreiche Websites lahm

Cloiudflare-Eingang beim Hauptsitz in San Francisco (Foto:; Cloudflare)

Beim kalifornischen IT-Sicherheitsunternehmens Cloudflare ist es zu einer Störung gekommen, der weltweit zahlreiche Dienste zum Opfer fielen. Zu den betroffenen zählten unter anderem ChatGPT und X. Es ist nicht der erste derartige Vorfall. Auf der Website von Cloudflare war zu lesen, dass es Probleme mit einem Kundensupport-Portal gab und für den frühen Dienstagmorgen einige planmässige Wartungsarbeiten in bestimmten Bereichen vorgesehen waren.

Hypervisoren als neues Trendziel für Ransomware-Attacken

Hypervisoren im Visier (Symbolbild: Bitdefender)

Eine der grössten Aufgaben für Cybersicherheitsverantwortliche ist es, mit den stets neuen Angriffstaktiken schrittzuhalten. Zu diesen zählen aktuelle Ransomware-Attacken, die Endpunkte ignorieren und direkt auf die Infrastruktur auf Hypervisor-Ebene abzielen. Da die meisten modernen Infrastrukturen mittlerweile virtualisiert sind, kann ein Angreifer über diesen Vektor die gesamte IT des Unternehmens effektiv lahmlegen.

Bedrohungsakteure setzen verstärkt KI-gestützte Malware ein

Symbolbild: Fotolia

Angreifer nutzen künstliche Intelligenz nicht mehr nur zur Steigerung ihrer Produktivität, sondern experimentieren mit neuen Funktionen und Szenarien. Sie setzen in aktiven Kampagnen neuartige, KI-gestützte Malware ein, die das Angriffsverhalten während der Ausführung dynamisch verändert, wie die Google-Studie " AI Threat Tracker" zeigt.

Schweizer Unternehmen investieren mehr in Cybersecurity, aber noch nicht genug

Symbolbild: Pixabay

Angesichts geopolitischer Spannungen und rasanten technologischen Wandels erhöhen Schweizer Unternehmen ihre Investitionen in Cybersicherheit. Jedoch bleiben sie im internationalen Vergleich zurück, wie aus der neuen PwC-Studie "Global Digital Trust Insights 2026" hervorgeht, die Einblick in die Cybersecurity-Strategien hiesiger Firmen gewährt und aufzeigt, wo Handlungsbedarf besteht.

Wisekey und Schweizer Armee treiben gemeinsam Quantensicherheit bei Satelliten voran

Bildquelle: Wisekey

Die im Bereich Cybersecurity, KI und IoT tätige Wisekey mit Sitz in Genf und die Schweizer Armee (Swiss Armed Forces SAF) bauen ihre Zusammenarbeit aus. Im Rahmen eines Kooperationsupdate wollen sie künftig gemeinsam quantensichere Satelliten entwickeln, die eine verschlüsselte Kommunikation ermöglichen.

40 Prozent mehr evasive Malware über verschlüsselte Verbindungen

Symbolbild: Fotolia

Cyberangreifer missbrauchen immer häufiger verschlüsselte Kanäle, die auf dem TLS-Protokoll basieren (Transport Layer Security), welches eigentlich für den sichersten Webdatenverkehr steht, um bösartige Payloads zu tarnen. Laut dem neuen "Internet Security Report" von Watchguard nimmt die Zahl der Attacken mit fortschrittlicher Malware über verschlüsselte Kanäle weiter zu. Schwer zu erkennende, hochentwickelte Malware hat gemäss dem Report um 40 Prozent zugenommen.

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